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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 23.09.2016

CETA & TTIPGrenzenloser Handel um jeden Preis?

Moderation: Elke Durak

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Menschen ziehen durch die Brüsseler Innenstadt. Einige von ihnen halten große Buchstaben in die Höhe, die die Forderung ergeben: Stop TTIP. (dpa / picture alliance / Thierry Roge)
Ceta und TTIP treiben tausende Menschen auf die Straße. (dpa / picture alliance / Thierry Roge)

Bundeswirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel konnte auf dem Parteikonvent am Anfang dieser Woche die Mehrheit der Delegierten für CETA gewinnen – doch die Diskussionen über das Freihandelsabkommen gehen weiter.

Der Bundestag beschäftigt sich diese Woche mit dem Abkommen zwischen der EU und Kanada, am Wochenende demonstrierten rund 300.000 Menschen bundesweit gegen CETA und gegen TTIP – das geplante Vertragswerk mit den USA.

Auch in Brüssel gingen mehrere Tausend Menschen diese Woche auf die Straße.

CETA-Befürworter versprechen hingegen mehr Wachstum durch weniger Zölle, einheitliche Regeln und sie verweisen darauf, dass durch Nachbesserungen Arbeitnehmerrechte nicht gefährdet seien.

Aber an welchem Punkt stehen die Verhandlungen? Wer profitiert von diesen Abkommen und wo ist Kritik berechtigt? Was würde ein Scheitern für Europa bedeuten? Und: Wie ernst nehmen die Politiker/innen die Proteste?

Über diese und weitere Fragen diskutieren im "Wortwechsel":

Fabio De Masi - DIE LINKE Abgeordneter im Europäischen Parlament
Prof. Marcel Fratzscher - Präsident Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin
Nelly Grotefendt - "TTIPunfairHandelbar" Forum Umwelt und Entwicklung
Volker Treier - Stv. Hauptgeschäftsführer des Dt. Industrie- und Handelskammertags

Moderation: Elke Durak

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