Man muss auch die andere Seite hören: Im Wissenschaftsjournalismus gilt das nur bedingt, findet der Statistiker Servan Grüninger. Denn hier geht es nicht um "Meinungen", sondern um empirisch belegbare und theoretisch überzeugende Argumente.
Bei der "False Balance" wird einer Minderheitenmeinung so viel Raum gegeben, dass der falsche Eindruck entsteht, sie sei gleichwertig mit der Konsensmeinung. Gerade bei Wissenschaftsthemen kann das gefährlich sein. Was können Journalisten gegen diese “falschen Ausgewogenheit” tun?
Zahlungsabwickler agieren meistens im Hintergrund. Doch wenn sie wollen, müssen selbst mächtige Firmen ihr Geschäftsmodell ändern. Außerdem Thema: die Verschmelzung von Politik und Journalismus und die Tech-Lobby in Brüssel.
Die Macht von Google, Amazon und Facbeook soll mit Gesetzen reguliert werden. Die Techfirmen wehren sich. So wird mit Geld und strategischer Lobbyarbeit Einfluss auf das Gesetzgebungsverfahren genommen, wie Lobbycontrol herausgefunden hat.
Wie viel Macht Zahlungsdienstleister wie Visa und Mastercard haben, hat vor Kurzem der Fall OnlyFans gezeigt. Das kann zu einer Gefahr für ganze Wirtschaftssysteme werden. Deshalb wird gerade auf europäischer Ebene an Alternativen gearbeitet.
In den USA sind Memes in den sozialen Medien spätestens seit Donald Trump ein wichtiger Faktor im Wahlkampf. Auch im aktuellen Bundestagswahlkampf spielen sie eine Rolle. Doch nicht immer können Politiker daraus Nutzen ziehen, meint Berit Glanz.
Tausende Menschen sind aus Afghanistan geflohen, darunter viele Journalistinnen und Journalisten. Für Medienmanager vor Ort wie Saad Mohseni ist es kompliziert: Er will seine Angestellten nicht gefährden, aber um das Programm aufrechtzuerhalten, braucht er Leute.
Das US-Militär schickt Journalisten zurück, die Taliban verbreiten Propaganda, mehr als 100 private Lokalmedien haben ihre Arbeit eingestellt: Die Lage der Medien in Afghanistan ist kritisch. Außerdem: Memes im Bundestagswahlkampf sowie ein Podcast über das Spazierengehen.
Die Klimakrise ist da, doch die Medien haben immer noch Probleme, angemessen darüber zu berichten. Was muss sich ändern? Außerdem: Pur-Abos auf Nachrichtenseiten illegal? So schwierig ist es, Journalismus im Netz zu finanzieren.
Mit Inkrafttreten der Europäischen Datenschutzverordnung muss man auf Internetseiten dem Datensammeln zustimmen oder ablehnen. Für ihre Einwilligungs-Praxis haben sich manche Verlage aber eine Beschwerde von einem Datenschutzverein eingefangen.
"Aktivismus", "Grünen-Werbung" – wer über die Klimakrise berichtet, wird oft mit Vorwürfen konfrontiert. Dabei sind die Folgen der Erderwärmung nicht zu leugnen. Um das allen klarzumachen, müssen Berichterstatter zu Klimajournalisten werden.
Bitcoin ist mit Abstand die erfolgreichste Kryptowährung. Geprägt ist sie jedoch vor allem von einer durchaus diversen Community. Teile davon hat Journalist Jochen Dreier auf einem Schloss in Sachsen-Anhalt kennengelernt.
Datenschützer sind in Alarmbereitschaft: Apple möchte nach Bildern scannen, die kinderpornografische Inhalte zeigen und greift dabei auf private Daten zu. Markus Reuter von Netzpolitik.org fürchtet, dass ein solches Vorgehen auch andere Begehrlichkeiten weckt.
Bislang galten die Daten auf dem iPhone als privat. In Zukunft möchte der US-Konzern allerdings die Geräte seiner Nutzer auf Kinderpornografie scannen. Kehrt Apple damit dem Datenschutz den Rücken? Außerdem: Zusammenkunft von Bitcoin-Anhängern in Sachsen-Anhalt und Gesundheitsapps in Afrika.
Im Wahlkampf geht Digitalisierung dank Klimakrise und Pandemie unter – trotzdem wird es immer wichtiger. Was hat sich in den letzten 16 Jahren unter Angela Merkel getan? Welche Pläne für die Zukunft haben die Parteien in ihren Wahlprogrammen stehen?
Statt selbst Informationen zur Bundestagswahl zur Verfügung zu stellen, verweist TikTok auf Videos der ARD. Ist diese Zusammenarbeit ein Modell mit Zukunft? Außerdem: Fingerabdruckpflicht in Personalausweisen und Linguistik in sozialen Medien.
"Corn" statt "porn" – also Mais statt Porno: Um die Filter von TikTok und Co. zu überlisten, müssen Userinnen und User kreativ sein. Welche Auswirkungen das auf die Sprache insgesamt hat, erklärt die Linguistin Konstanze Marx.
Die ARD will hin zum jungen Publikum. Und TikTok sehnt sich nach seriösen Inhalten. Dass die beiden jetzt kooperieren, scheint also sinnvoll zu sein. Doch neben Zukunftschancen bietet das Projekt auch Gefahren.
Angela Merkel stützt Malu Dreyer. Philipp Amthor lässt sich mit Neonazis ablichten. Armin Laschet lacht bei einer Steinmeier-Rede über Flutopfer. Solche Bilder hinterlassen starke Eindrücke. Warum, erklärt Kommunikationswissenschaftlerin Stephanie Geise.
"Pegasus" soll eigentlich Behörden dabei helfen, Kriminelle zu jagen. Einmal auf dem Handy installiert, wird die Software zum digitalen Spion, der alles und jeden unbemerkt überwachen kann. Sie kann also auch gegen kritische Stimmen eigesetzt werden.
Mit der Software “Pegasus” wurden viele Menschen ausspioniert, darunter auch Politiker und Menschenrechtlerinnen. Das deckte diese Woche eine groß angelegte Recherche auf. Außerdem: Bildsprache in der Politik und das Comeback eines Musikspiel-Genres.
Eine Dokumentation kann man im TV, in einer Mediathek, aber auch auf Social-Media-Plattformen schauen. Sind die sozialen Medien also wirklich eine Konkurrenz zu den klassischen Medien? Außerdem: Debatten um die Pressefreiheit und Audio-Deepfakes
Wenn Start-ups in einem Positionspapier eine "Disziplinierung" der Medien fordern, ist das kritikwürdig, findet Annika Schneider. Aber sollte man sich nicht mit gleichem Schwung auch denen zuwenden, die die Pressefreiheit wirklich abschaffen wollten?
Gesundheitsdaten sind hochsensibel. Gleichzeitig ist es für Ärztinnen und Ärzte wichtig, so viel wie möglich zu wissen. Kein Wunder, dass über die elektronische Patientenakte viel diskutiert wird. Außerdem: Horse-Race-Journalismus und "The Whistleblower".
Täglich erscheinen Umfragewerte darüber, wer im Rennen um das Kanzleramt führt. Die Medienwissenschaftlerin Margreth Lünenborg kritisiert, dass es bei diesem "Pferderennen" zu wenig um Inhalte geht und auch statistisch oft zweifelhaft gearbeitet wird.