Seit 16:05 Uhr Echtzeit
Samstag, 18.09.2021
 
Seit 16:05 Uhr Echtzeit

Breitband | Beitrag vom 15.05.2021

Breitband SendungsüberblickDie feinen Grenzen von PR und Journalismus

Moderation: Teresa Sickert und Tim Wiese

Auf dem Bild sind Menschen zu sehen, die sich vor die Kamera drängen und Handzeichen in die Kamera machen.  (imago / Sachelle Babbar)
Bei den sogenannten Querdenker- Demonstrationen wurden im vergangen Jahr auch Journalist*innen verletzt. (imago / Sachelle Babbar)

Die Polizei Baden-Württemberg hat neuerdings einen eigenen “Pressekodex”. Das Ziel: Die Zusammenarbeit mit Berichterstattern verbessern und die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei transparenter machen. Welchen Einfluss hat das auf die Arbeit von Journalisten?

Die Gewalt gegenüber Journalistinnen und Journalisten auf Demonstrationen hat zugenommen. Zu diesem Schluss kommt neben "Reporter ohne Grenzen" auch die Polizei Baden-Württemberg. Das ist einer der Gründe, warum sie Ende April einen eigenen "Pressekodex" eingeführt hat. Damit sollen landesweite Standards für die Polizei etabliert und die Zusammenarbeit mit den Medien verbessert werden.

Abonnieren Sie unseren Kulturnewsletter Weekender. Die wichtigsten Kulturdebatten und Empfehlungen der Woche. Ab jetzt immer freitags per Mail. (@ Deutschlandradio)

Inhaltlich geht es unter anderem um "die publizistische Verantwortung für die Richtigkeit von Interviews und Zitaten", die eigene Präsenz in den sozialen Medien und eine "proaktive Berichterstattung" ihrerseits. Wird durch so einen eigenen "Pressekodex" die Arbeit der Polizei mit der von Medienschaffenden vermischt?

Hier geht es um eine klare und wichtige Trennlinie, meint Lutz Kinkel. Die Polizei mache Öffentlichkeitsarbeit und nicht Journalismus. Kinkel hat selbst über 20 Jahre als Journalist gearbeitet und ist heute Geschäftsführer des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit in Leipzig. Die Non-Profit-Organisation hat 2020 auch einen Kodex veröffentlicht, um das Verhältnis von Presse und Polizei in Deutschland zu verbessern.

Die Themen im Einzelnen

  • Ein "Pressekodex" von der Polizei Baden Württemberg - Worum geht’s?
  • Was bedeutet der "Pressekodex" für die Arbeit von Journalisten? Ein Gespräch mit Lutz Kinkel vom Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit
  • Apple vs. Spotify: Zahlen Abonnenten im App-Store zu viel für Musikdienste? 
  • Neues Buch von Bildblog: "Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet." Ein Interview mit dem Autor Moritz Tschermak

Das Team:

Redaktion: Carina Schroeder und Vera Linß
Moderation: Teresa Sickert und Tim Wiese
Beiträge: Marcus Richter
Onlineredaktion: Carina Schroeder

Mehr zum Thema

Polizeiberichterstattung - Öffentlichkeit unerwünscht
(Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, 10.05.2021)

Marktmissbrauch durch Amazon, Facebook & Google - Plattformen unter Verdacht
(Deutschlandfunk Kultur, Interview, 29.07.2020)

Vorwürfe gegen Julian Reichelt - Zwischen Schadenfreude und Unschuldsvermutung
(Deutschlandfunk, @mediasres, 10.03.2021)

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Breitband

Breitband SendungsüberblickObjektiv und überparteilich?
Jörg Thadeusz steht in einem Fernseh-Set und blickt in die Kamera (imago images / J. Krick / Future Image)

Marion Brasch und Jörg Thadeusz moderieren Sendungen der Öffentlich-Rechtlichen. Beide haben sich aktiv im Wahlkampf eingemischt. Wie politisch dürfen Journalisten werden? Außerdem: Vorratsdatenspeicherung vor dem EuGH und das Videospiel "Svoboda 1945".Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur