Seit 11:05 Uhr Tonart

Mittwoch, 12.12.2018
 
Seit 11:05 Uhr Tonart

Breitband | Beitrag vom 10.11.2018

Breitband SendungsüberblickAlgorithmisch Benachteiligte?

Moderation: Katja Bigalke

Beitrag hören Podcast abonnieren
Menschen passieren im März 2018 in Köln ein Werbeplakat von Facebook mit dem Spruch "Warum kennt mich Facebooks Algorithmus so gut?". (dpa / Rolf Vennenbernd)
Algorithmen kennen uns und entscheiden nicht nur über unseren Facebook-Feed, sondern auch über Eingliederungsmaßnahmen von Langzeitarbeitslosen. (dpa / Rolf Vennenbernd)

In mehreren europäischen Ländern urteilen Algorithmen in Behörden über finanziell schwächer Gestellte. Reiner Zufall, dass Digitalisierung hier ansetzt? Stirbt YouTube 2019 - und die Urheberrechtsreform ist Schuld? Und: ein Besuch der Ausstellungsserie „Field Experiments”: Gestaltet den gesellschaftlich-biotechnologischen Wandel mit!

Algorithmen für die Schwachen

In Österreich wird ab kommendem Jahr getestet, die Jobchancen von Arbeitslosen in österreichischen Jobcentern (ADS) mit Hilfe von Algorithmen berechnen zu lassen - und auf Basis dieser Berechnung zu entscheiden, für wen sich eigentlich noch Eingliederungsmaßnahmen lohnen. In Polen wird genau dies schon seit Jahren getan. Und in den Niederlanden berechnet eine Software, wer wahrscheinlich Sozialbetrüger ist und überprüft gehört. In allen drei Fällen setzt die automatisierte Behördenabfertigung bei sozial schwächer Gestellten an. Wir sprechen mit Tobias Matzner, Professor für Medien, Algorithmen und Gesellschaft an der Universität Paderborn, darüber, ob das reiner Zufall ist - und worin die Chancen und Probleme solcher algorithmengestützen Entscheidungsprozesse in Behörden liegen.

BESPRECHUNG: YouTube stirbt 2019! Oder doch nicht?

Derzeit kursieren im Netz diverse Videos, in denen YouTuber das Aus ihrer Kanäle prognostizieren - und ihre Gefolgschaft zum Widerstand gegen Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform aufrufen. Was ist dran an der Sorgen, worin bestehen die Knackpunkte der Reform - und wie könnte man es besser machen? Darüber haben wir mit dem Wirtschaftswissenschaftler, Urheberrechts-Experten und netzpolitik.org-Autor Leonard Dobusch gesprochen.

MEDIEN UND MEINUNGEN

Dennis Kogel mit folgenden Themen:

NETZKULTUR: Ausstellungsserie "Field Experiments"

Ramona Westhof hat sich die Ausstellungsserie "Field Experiments" im Berliner State Studio angeschaut. Die Ausstellung setzt sich mit Genome editing, intelligenten Maschinen und synthetisch-biologischen Prototypen auseinander. Teil der Ausstellung ist das Künstler-Forscher-Kooperationsprojekt "Farming the Uncanny Valley", das dazu auffordert, den gesellschaftlichen Wandel durch biotechnische Entwicklungen mitzugestalten.

NETZMUSIK

Peonies - Thin Holiday (CC BY-NC-SA)

Ava Luna - Past The Barbary (CC BY-NC)

High On You - Sampled An Instagram Video And Made This (CC BY)

Á La Mode - Est-ce qu’on s’aimera (CC BY-NC-ND)

Small Million - Young Fools (CC BY-NC)

Ketsa - Days At Sea (CC BY-NC-ND)

Team

Moderation: Katja Bigalke
Redaktion: Meike Laaff und Jana Wuttke
Musik: Mike Herbstreuth
Medien und Meinungen: Dennis Kogel
Webredaktion: Jürgen Cyranek

Mehr zum Thema

Breitband Sendungsüberblick - Algorithmen kennen keinen Zufall 
(Deutschlandfunk Kultur, Breitband, 18.11.2017)

Radikalisierung durch YouTube - Mit zwei Klicks in die Filterblase
(Deutschlandfunk Kultur, Breitband, 22.09.2018)

Breitband

BlockchainTechnologie zwischen Hype und Hohn
Blockchain technology, conceptual illustration Blockchain technology concept. Holograms symbol of bitcoin and padlock on digital background. 3D illustration. PUBLICATIONxINxGERxSUIxHUNxONLY SERGIIxIAREMENKO/SCIENCExPHOTOxLIBRARY F022/9364 (imago / Sergej Iaremenko)

Als vor einigen Jahren die Technologie der Blockchain erfunden wurde, erwarteten sich manche davon gewissermaßen die Lösung aller gesellschaftlichen Probleme. Ein radikal-demokratischer, libertärer Traum - doch der Hype scheint vorbei. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur