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Literatur / Archiv | Beitrag vom 05.05.2019

Brecht, Steffin, BenjaminFlüchtlingsgespräche im dänischen Exil

Von Holger Teschke

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Der Schriftsteller, Dramatiker und Theaterregisseur Bertolt Brecht (B2566_ADN / Picture Alliance)
Aktiv auch im dänischen Exil: Der Schriftsteller, Dramatiker und Theaterregisseur Bertolt Brecht floh 1933 mit Margarete Steffin nach Svendborg. (B2566_ADN / Picture Alliance)

Es ist 1933, Bertolt Brecht und Margarete Steffin sind im Exil. Eigentlich in Sicherheit. Doch was sie aus Russland hören, erschüttert sie: Emigranten werden in Russland verfolgt, im Kommunismus. Ein szenischer Essay aus Gesprächen, Briefen und Gedichten.

Die Flüchtlinge Bertolt Brecht, Margarete Steffin und Walter Benjamin sind in Dänemark in Sicherheit. Aber was können sie aus der Entfernung tun gegen Hitler und auch gegen Stalin?

"Brecht sagte gestern: 'Die Bekämpfung der Ideologie ist zu einer neuen Ideologie geworden'", schrieb Walter Benjamin am 26. Juli 1938 in sein Tagebuch. Der Philosoph trifft den Dramatiker und seine engste Mitarbeiterin, die Schriftstellerin Margarete Steffin, mehrere Male zwischen Dezember 1933 und Januar 1939 im dänischen Svendborg.

Wer braucht noch Stücke gegen die Barbarei

Im Zentrum der Gespräche zwischen den beiden steht neben Brechts Theaterstücken die politische Situation in Deutschland und in der Sowjetunion. Hitlers Reden ertönen auch am dänischen Sund. In Moskau beginnen die Schauprozesse, die Freunde und Bekannte der deutschen Emigranten in Stalins sibirische Lager bringen. Wer braucht noch Stücke gegen die Barbarei des Faschismus, wenn auch die Idee des Kommunismus auf barbarische Weise missbraucht wird?

Gespräche, Briefe und Gedichte von Flüchtlingen zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Ein szenischer Essay von Holger Teschke.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument.

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