Seit 09:05 Uhr Im Gespräch
Montag, 25.01.2021
 
Seit 09:05 Uhr Im Gespräch

Interview | Beitrag vom 27.11.2020

"Black Friday" in der Coronakrise Gut informierte Kunden auf Rabattfang

Norbert Herzog im Gespräch mit Liane von Billerbeck

Beitrag hören Podcast abonnieren
Eine Frau steht mit Maske vor einem Schaufenster, das für den "Black Friday" geschmückt ist.  (picture-alliance/Keystone/Ennio Leanza )
Wegen Corona rechnen die Geschäfte auch am "Black Friday" nicht mit einem Kundenansturm. Vieles spielt sich eher Online ab. (picture-alliance/Keystone/Ennio Leanza )

Für den Kauf von technischen Geräten ist der "Black Friday" ein wichtiger Tag, sagt der Marktforscher Norbert Herzog. Die Konsumenten seien gut informiert und benötigten in der Pandemie vor allem Computer und Monitore, die stark nachgefragt würden.

Gerade während der Coronapandemie hoffen viele Kunden am "Black Friday" auf die Rabatte des Jahres. Viele planen ihre Einkäufe sehr gezielt.

Abonnieren Sie unseren Kulturnewsletter Weekender. Die wichtigsten Kulturdebatten und Empfehlungen der Woche. Ab jetzt immer freitags per Mail. (@ Deutschlandradio)
 
Den Aktionstag "Black Friday" gebe es schon seit 2013 in Deutschland, sagt Norbert Herzog, Experte für technische Konsumgüter beim Marktforschungsinstitut GfK. "Es kann sich durchaus lohnen, wenn man einen guten Rabatt bekommen möchte, diese Woche zu kaufen." Es sei seit 2018 die wichtigste Woche des Jahres für technische Produkte. Es würden vor allem teure Geräte gekauft, beispielsweise Fernseher. Dieses Jahr würden sicher auch Tablets stark nachgefragt. Noch 2019 seien vor allem Küchenkleingeräte ganz oben auf der Liste gewesen.

Gut informierte Kunden 

Gerade in der Pandemiezeit handele es sich vor allem um einen "Online-Event", sagt Herzog. Die Konsumenten seien so gut informiert wie noch nie. Er würde deshalb nicht so gerne vom "Schnäppchen" reden, dass ja einen Zufall unterstelle.

In der Pandemie wird Technik gebraucht 

In diesem Jahr sei die Situation anders als in den Jahren davor. Viele Menschen seien im Homeoffice und deshalb stehe das Produkt noch stärker im Mittelpunkt des Kaufwunsches. "Weil wir bestimmte Produkte nicht nur wollen, sondern wir brauchen sie einfach ganz, ganz dringend." Das könnte das Tablet für die Arbeit sein oder das Laptop für die Schulkinder. Bisher seien Computer oder Monitore nicht oben auf der Einkaufsliste. "Das werden wir dieses Jahr aber sehen." 

(gem)

Interview

Online vs. OfflineRusslands Generationenkonflikt
Demonstration in Moskau gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und für den inhaftierten Oppositionellen Alexej Nawalny. (picture alliance / TASS / Valery Sharifulin)

Landesweit demonstriert die Opposition gegen Russlands Präsidenten. Nach 20 Jahren an der Macht seien dessen Anhänger in die Jahre gekommen, sagt der Slawist Ulrich Schmid – und Putin habe sich Optionen für den Rückzug "aufs Altenteil" geschaffen. Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur