Seit 05:05 Uhr Studio 9

Freitag, 06.12.2019
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 09.12.2015

Bildhauer Olaf Metzel Wie viel Aggression steckt in Ihrer Kunst?

Olaf Metzel im Gespräch mit Susanne Führer

Podcast abonnieren
Der Bildhauer Olaf Metzel (Leonie Felle, München)
Der Bildhauer Olaf Metzel (Leonie Felle, München)

Ablehnung, gar Aggression rief der Bildhauer Olaf Metzel immer wieder mit seinen Arbeiten hervor: etwa mit dem Stuhlturm "Auf Wiedersehen" in Nürnberg 2006 oder auch "Turkish delight", einer Bronzeskulptur einer nackten Frau mit Kopftuch.

Das Neue Museum in Nürnberg zeigt nun unter dem Titel "Olaf Metzel. Eine deutsche Kiste" eine Werkschau seiner Arbeiten. Eine ganz aktuelle "deutsche Kiste, die jetzt nicht mehr so ganz gut funktioniert", ist für Metzel übrigens die Flüchtlingskrise.

Susanne Führer sprach mit dem Künstler darüber, wie viel Aggression in seiner Kunst steckt, warum ihm kunsthistorische Bezüge wichtig sind und wie er Aluminiumplatten zerknüllt. Vor allem aber darüber, was seine Kunst ihm bedeutet.

Metzel sagt: "Als Künstler kann ich nicht mehr machen, als die Zeit abzubilden. Die Zeit habe ich nicht erfunden. Sie stellt sich mir so dar - und ich versuche daraus ein dreidimensionales Bild zu entwickeln, wo man rumgehen kann, wo man reingehen kann und auf jeden Fall sich damit beschäftigen kann."

Die Ausstellung "Olaf Metzel. Eine deutsche Kiste" ist bis 14. Februar 2016 im Neuen Museum in Nürnberg zu sehen. Mehr Informationen auf dessen Webseite.

Mehr zum Thema

Meine Kunst gibt es "umsonst und draußen"
(Deutschlandradio Kultur, Thema, 27.09.2013)

"Das ist natürlich absoluter Quatsch"
(Deutschlandradio Kultur, Thema, 24.09.2010)

"So eine Arbeit setzt sich aus verschiedenen Facetten zusammen"
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 24.02.2010)

Der arrivierte Randalekünstler(Deutschlandradio Kultur, Thema, 30.04.2009)

Mut zum zweiten Blick
(Deutschlandradio Kultur, Profil, 24.05.2006)

Im Gespräch

Sexualtherapeutin Ann-Marlene HenningMehr Spaß im Bett
Das Bild zeigt die Sexualtherapeutin Anne Marlene Henning. (Juliane Werner)

Sex soll kein Stress sein, sondern entspannen, sagt Ann-Marlene Henning. Die Sexologin klärt Jugendliche auf und hilft Paaren, ihre Lust wiederzufinden – ganz locker und unverkrampft. Wenn sie Worte wie „Schamlippen“ hört, geht sie an die Decke.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur