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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 09.12.2015

Bildhauer Olaf Metzel Wie viel Aggression steckt in Ihrer Kunst?

Olaf Metzel im Gespräch mit Susanne Führer

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Der Bildhauer Olaf Metzel (Leonie Felle, München)
Der Bildhauer Olaf Metzel (Leonie Felle, München)

Ablehnung, gar Aggression rief der Bildhauer Olaf Metzel immer wieder mit seinen Arbeiten hervor: etwa mit dem Stuhlturm "Auf Wiedersehen" in Nürnberg 2006 oder auch "Turkish delight", einer Bronzeskulptur einer nackten Frau mit Kopftuch.

Das Neue Museum in Nürnberg zeigt nun unter dem Titel "Olaf Metzel. Eine deutsche Kiste" eine Werkschau seiner Arbeiten. Eine ganz aktuelle "deutsche Kiste, die jetzt nicht mehr so ganz gut funktioniert", ist für Metzel übrigens die Flüchtlingskrise.

Susanne Führer sprach mit dem Künstler darüber, wie viel Aggression in seiner Kunst steckt, warum ihm kunsthistorische Bezüge wichtig sind und wie er Aluminiumplatten zerknüllt. Vor allem aber darüber, was seine Kunst ihm bedeutet.

Metzel sagt: "Als Künstler kann ich nicht mehr machen, als die Zeit abzubilden. Die Zeit habe ich nicht erfunden. Sie stellt sich mir so dar - und ich versuche daraus ein dreidimensionales Bild zu entwickeln, wo man rumgehen kann, wo man reingehen kann und auf jeden Fall sich damit beschäftigen kann."

Die Ausstellung "Olaf Metzel. Eine deutsche Kiste" ist bis 14. Februar 2016 im Neuen Museum in Nürnberg zu sehen. Mehr Informationen auf dessen Webseite.

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