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Literatur | Beitrag vom 25.12.2016

Polfahrer- und EntdeckerromaneEiszeiten

Von Peter Urban-Halle

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(dpa)
Josephine Peary bei einer Arktis-Expedition Ende des 18. Jahrhunderts (dpa)

Ergründen, erforschen, sich erschließen - Menschen mit Eroberungsdrang sind die Helden der Polfahrer- und Entdeckerromane. Sie sind auf der Suche nach dem Verborgenen, hinausgeschickt von Autoren, die sich oft die weite Welt nur erdichten - vom Schreibtisch aus.

Weiße Weihnacht ist schön, muss aber nicht sein. Es gibt ja Eisromane und Entdeckerromane mit viel Schnee. Sie handeln von Menschen, die gern Erster sein wollen - und das in der kalten Hemisphäre.

Ein Entdecker will dorthin, wo noch nie jemand war oder zumindest dorthin, von wo niemand je zurückkehrte. Diese weißen Flecken auf der Landkarte, zumal wenn sie auch noch weiß bestäubt sein sollen, werden allerdings immer seltener. Nur an den Enden der Welt finden sie sich noch.

Ein 500.000 Jahre alter Süßwassersee von der Größe Schleswig-Holsteins verbirgt sich etwa unter der Eiskappe der Antarktis. Kein Taucher hat je seine Flosse in ihn getunkt, kein Reagenzglas mit unbekannten Mikroorganismen wurde ihm entnommen, kein Entdecker ist an seinen Gestaden vor Entkräftung gestorben. Und wenn all das irgendwann geschehen sein sollte, können solche Geschichten ja immer noch erfunden werden, immer wieder. Dann können auch die Autoren am heimischen Schreibtisch mal Erster sein. 

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