Seit 01:05 Uhr Tonart
 

Mittwoch, 24.01.2018

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 25.03.2013

Kein Land in Sicht

Über die Konsequenzen deutscher Bodenpolitik

Von Stefanie Müller-Frank

Podcast abonnieren
Die Preise für Ackerland in Deutschland steigen. (Stock.XCHNG / Martin Boose)
Die Preise für Ackerland in Deutschland steigen. (Stock.XCHNG / Martin Boose)

"Kaufen Sie Land. Es wird keines mehr gemacht", riet Mark Twain. Die meisten deutschen Kommunen verfahren heute nach dem Gegenteil: Um den Haushalt zu sanieren, veräußern sie ihr letztes Tafelsilber in Form von Grund und Boden.

Aber auch die BVVG, die bundeseigene Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft, privatisiert fleißig die letzten ostdeutschen Wald- und Ackerflächen in ihrem Portfolio, während die Bodenpreise kontinuierlich steigen. Ackerland gilt als renditeträchtige Anlage, die endliche Ressource Boden wird zum Spekulationsobjekt. Die Konkurrenz um Flächen - ob städtische Baugrundstücke oder landwirtschaftliche Betriebe - nimmt zu.

Die Politik hat ihren Gestaltungsspielraum längst aus der Hand gegeben. Wie ist es eigentlich dazu gekommen? Was sind die Folgen verpasster Bodenvorratspolitik? Und ist die gängige Praxis tatsächlich so alternativlos, wie sie von der Politik dargestellt wird?

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat


Mehr zum Thema:

Mit Land gesegnet
Wie die evangelische Kirche mit ihrem Grund und Boden umgeht (DKultur)

"Fläche ist ein knappes Gut"
Agrarexperte: Intensive Landnutzung führt zu Artenrückgang (DKultur)

Profitgier und schonungsloser Raubbau
Fred Pearce: "Land Grabbing", München 2012, 400 Seiten (DKultur)

Landnahme mit allen Tricks
Bauern auf den Philippinen kämpfen gegen Enteignung (DKultur)

Mehr bei deutschlandradio.de

Downloads:

Kein Land in Sicht (PDF)
Kein Land in Sicht (txt)

Zeitfragen

China stoppt Abfall-ImportWohin mit Deutschlands Plastikmüll?
Gelbe Säcke - zur Abholung bereit (EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein)

Deutschlands Recyclingsystem steht vor einer großen Herausforderung. Denn China, bisher größter Importeur von Kunststoffabfällen, hat seine Grenzen dicht gemacht. Nun sind alle gefordert nachzubessern: Die Recyclingunternehmen, die Politik - aber auch die Verbraucher. Mehr

Importstopp China will Europas Müll nicht mehr
Ein Mann sucht auf einer chinesischen Müllhalde nach verwertbaren Abfällen, die er verkaufen kann. (Hu Yan/ Imagechina/ dpa picture alliance)

Bislang ist eine riesige Menge westlicher Wohlstandsmüll in China gelandet. Nun hat China die Auflagen für Importe drastisch verschärft und viele Einfuhren ganz verboten. In Europa sorgt das für Schwierigkeiten. In China selbst stößt die neue Regelung aber auf Zustimmung. Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur