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Sonntagmorgen | Beitrag vom 26.05.2019

Zum Tag der EuropawahlWie klingt Europa?

Von Hannah Heinzinger

Conchita Wurst singt im Europaparlament in Brüssel vor zwei EU-Flaggen. (AFP / Emmanuel Dunand)
Großer Auftritt vor dem Europaparlament in Brüssel: Conchita Wurst, die Eurovision Song Contest Gewinnerin aus dem Jahr 2014 (AFP / Emmanuel Dunand)

Idee, Kontinent, Staatenbund, kulturelle Gemeinschaft, Garant für Frieden: Europa ist vieles gleichzeitig. Über die Zusammensetzung seines Parlaments stimmen die Menschen nun bei der Europawahl ab. Aber was macht Europa musikalisch aus?

28 verschiedene Länder in einem Topf. Wer jemals in einer WG gelebt hat, weiß wie schwierig ein Zusammenleben schon allein mit vier oder fünf unterschiedlichen Charakterköpfen sein kann. Dass sich auf politischer Ebene nie alle einig sind, ist vorprogrammiert. Doch wie sieht es auf kultureller Ebene aus: Gibt es noch etwas außer Beethovens "Ode an die Freude", auf die sich Europäerinnen und Europäer einigen können?

So klingt Europa

Was Europa ist oder sein kann, das machen vor allem seine Einwohner aus. Und die lassen sich einiges einfallen, um die europäischen Mitgliedsstaaten auch musikalisch näher zusammenrücken zu lassen. Das Projekt "The European Union Song Book" beispielsweise sammelt regelmäßig Vorschläge aus allen Mitgliedsstaaten, die dann in einem gemeinsamen Liederbuch vertreten werden.

Auch kleinere Projekte zeigen Europas musikalische Vielfalt: Seit April letzten Jahres reisen Gemma Paintin und James Stenhouse aus Bristol mit ihrem Van durch Europa und lassen sich von den Menschen in den Städten, die sie besuchen, die lokalen Liebeslieder einsingen. Bis jetzt haben sie auf 34.390 Kilometern bereits 866 Liebeslieder gesammelt, die man sich über ihren Blog "Oh Europa!" oder in ihrem Podcast anhören kann.

Europäische Freiheit

Auch auf einer ganz praktischen Ebene bietet Europa Musizierenden viele Vorteile. Freies Reisen und internationale Zusammenarbeit beispielsweise sind für die besonders wertvoll – was gerade britischen Künstlerinnen und Künstler schmerzlich bewusst ist. Der Brexit erhitzt die Gemüter und hat eine ganze Reihe von Protestsongs inspiriert, die sich dem Austritt Großbritanniens und seinen politischen Repräsentanten widmen. Denn ein sicherer und freier Ort ist Europa nur für die, die dazugehören. Auch an diesem exklusiven Europa des Ausschlusses und des Eurozentrismus wird musikalisch immer wieder Kritik geübt.

Dass in der großen Wohngemeinschaft Europa natürlich nicht immer alles glatt läuft, ist klar. Doch so lange wie jetzt gab es auf diesem Stückchen Erde noch nie Frieden. Und das ist durchaus Anlass für den Sonntagmorgen, ein paar internationale Oden an die Freude trällern zu lassen.

Rätsel

Es gibt ein Lied, das für Europa steht wie kein anderes: die Europäische-Hymne. Die Melodie stammt aus der Neunten Symphonie von Beethoven, die er als Vertonung von Friedrich Schillers "Ode an die Freude" komponierte. Heute soll die Hymne die EU und alle ihre Werte wie Freiheit, Frieden und Solidarität verkörpern. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an unterschiedlichsten Neu-Interpretationen der Europa-Hymne. Aber eine Interpretation fällt ein bisschen aus dem Raster: Sie stammt von einem britischen Comedian, der sonst eigentlich kaum spricht.

In einem Ausschnitt interpretierte er die Europäische Hymne - als sein musikalisches alter Ego Robert Bennington. Zumindest die erste Strophe klappte noch ganz gut, dann fiel unserer gesuchten Person auf, dass sie nicht alle Notenblätter mit auf die Bühne genommen hatte – und dann wurde wild drauf los improvisiert. Welcher Comedian war das, der die Europäische Hymne sehr eigenwillig interpretierte?

Auflösung: Rowan Atkinson 

Komiker Rowan Sebastian Atkinson (GBR) anlässlich eines Pressetermins zu seinem Film - Mr. Bean macht Ferien - in Berlin: Er steht vor einer Karibiktapete und einem Sonnenschirm und hält die Hände in die Höhe. (imago/Raimund Müller)Komiker Rowan Sebastian Atkinson (GBR) anlässlich eines Pressetermins zu seinem Film - Mr. Bean macht Ferien - in Berlin. (imago/Raimund Müller)

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