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Sonntagmorgen | Beitrag vom 03.02.2019

Zum Chinesischen NeujahrsfestSchweinekram

Von Olga Hochweis

Ferkel auf einem Biohof (picture-alliance / dpa)
Ferkel auf einem Biohof (picture-alliance / dpa)

Am 5. Februar 2019 beginnt in der chinesischen Astrologie das Jahr des Schweins. Es soll Glück, Reichtum und Zufriedenheit bringen. Auch sonst sorgt das Tier für Emotionen. Die Begriffspalette reicht vom Glücksschwein bis zur rüden Beschimpfung.

Das Schwein steht an letzter Stelle des 12-Jahres-Zyklus in der chinesischen Astrologie. Laut Legende soll es verschlafen haben und als letztes von zwölf Tieren - nach dem Hund - zu einem Fest des Jadekaisers eingetroffen sein, das die Reihenfolge der Tiere im chinesischen Jahres bestimmen sollte. Im letztmaligen Jahr des Schweins 2007 kamen asiatische Geburtskliniken an ihre Grenzen, weil viele Mütter ihre Kinder unbedingt in jenem glücksverheißenden Jahr zur Welt bringen wollten. Liebenswürdigkeit ist das Attribut, das dem Schwein im chinesischen Tierkreiszeichen zugeschrieben wird. 

Bei den alten Ägyptern verehrte man die wilden Vorfahren des Schweins vor allem als Krafttiere und Symbole für Kampfgeist. Bei den Germanen verkörperten sie Kriegskunst. Später galt der Ruf des Nutztieres Hausschwein nicht mehr als so heroisch. Das eigentlich intelligente und soziale Tier wurde schon in der Bibel als unrein bezeichnet. In Orwells dystopischem Roman "Die Farm der Tiere" übernehmen die Schweine die Führung eines Gewaltregimes.

Bis heute muss das "arme Schwein" für negative Symbolik herhalten. Dem gegenüber steht das "Glücksschwein", dessen Ursprung im Mittelalter liegen soll. Wer dort auf Jahrmarktfesten den vermeintlichen Trostpreis, ein Ferkel, gewann, der hatte buchstäblich "Schwein gehabt": aufgrund dessen geringer Futterkosten und großer Fruchtbarkeit.

Rätsel

Diesmal stellen wir eine Frage aus der Welt der Kunst, inspiriert von unserem Thema Schwein. Wir suchen einen berühmten US-amerikanischen Künstler der Pop-Art, der nicht nur viel Prominenz in seinem Werk versammelt hat, sondern auch profane Konsumartikel oder den elektrischen Stuhl – und er hat sich auch in einem seiner Kunstwerke dem Schwein gewidmet und verleiht darin dem geflügelten Wort des "Party-Tieres" einen ganz neuen Aspekt. Wie dieses Kunstwerk und sein Schöpfer heißen, das wollen wir von Ihnen wissen.

Es gibt übrigens auch ein berühmtes Foto des Künstlers mit einem Ferkel im Arm. Sie hörten Musik von Blondie, denn deren Sängerin Debbie Harry war mit diesem Künstler befreundet, ihr Gesicht landete auf einem seiner Siebdruck-Porträts. "Heart of Glass", der Titel, mit dem sie heute vor 40 Jahren Platz eins in den britischen Single-Charts erreichte. 1979 war das, dasselbe Jahr, in dem unser gesuchter Künstler auch das Schweine-Kunstwerk veröffentlichte.

Auflösung

"Fiesta Pig" von Andy Warhol. Es zeigt in poppigen Farben ein Schwein, das in Tellern und Getränken schnüffelt, die nach einer Party zurückgelassen wurden. "Fiesta Pig" war ein Auftragswerk für die deutsche Zeitung "Die Welt" im Jahr 1979.

Andy Warhol im Jahr 1982 (picture alliance / Captital Pictures)Andy Warhol im Jahr 1982 (picture alliance / Captital Pictures)

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Stichwort: Sonntagmorgen

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