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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 01.07.2013

Wie der Staat sich Probleme schafft

Was geschieht, wenn Hunderttausende Armutsflüchtlinge alleingelassen werden?

Von Winfried Roth

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Kinder und Jugendliche im Roma-Wohnprojekt in Berlin-Neukölln (picture alliance / dpa - Britta Pedersen)
Kinder und Jugendliche im Roma-Wohnprojekt in Berlin-Neukölln (picture alliance / dpa - Britta Pedersen)

Seit einigen Jahren erleben viele Großstädte in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern Zuwanderung von Menschen aus Rumänien und Bulgarien. Diese EU-Bürger - ganz überwiegend Roma - tauchen in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem als Bettler oder Kleinkriminelle auf. Sie leben meist konzentriert in einigen wenigen Stadtvierteln oder Häuserblocks.

Die Wohnbedingungen und die gesamte soziale Situation sind oft katastrophal. Sie arbeiten als Billigarbeitskräfte in der Schattenwirtschaft und es gibt kaum Kontakte zur Mehrheitsbevölkerung.

Diese Zuwanderer - gerade die Kinder - werden in Deutschland vom Staat weithin sich selbst überlassen. Dadurch entstehen mit ziemlicher Sicherheit folgenschwere Probleme - ähnlich wie in den 80er- und 90er-Jahren im Fall der arabischen und jugoslawischen Bürgerkriegsflüchtlinge.

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"Links zum Thema:"
Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung: Roma in Deutschland

Flucht vor der Armut
Wie die Zuwanderung von Roma die Kommunen überfordert (DLF)

Chance zur Integration nutzen
Quartiersmanager aus Mannheim: Bei Rumänen und Bulgaren nicht die alten Fehler wiederholen (DKultur)

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Unerwünschte Nachbarn aus aller Welt
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