Weiß

Von weißen Mäusen und weißen Westen

Ein Frau mit blonden Haaren im weißen Kleid und mit weißem Kopftuch fährt auf einer pinken "Schwalbe", dem Kult-Roller der DDR.
Eine Frau im weißen Kleid und mit weißem Kopftuch fährt auf einer pinken "Schwalbe", dem Kult-Roller der DDR. © dpa/picture alliance/Michael Reichel
Von Matthias Hanselmann · 09.08.2015
So unterschiedlich können religiöse Bräuche sein: Die Buddhisten tragen als Zeichen der Trauer Weiß, im westlichen Kulturkreis wird Schwarz getragen. Hier wird Weiß oft mit positiver Grundstimmung verbunden: man hat eine "weiße Weste", bei Hochzeiten wird Weiß getragen, Weiß ist die Farbe der Unschuld.
Merkwürdiger Weise (mit "s") wird in Deutschland eine Weiße Maus (Verkehrspolizist) besonders böse, wenn ein Verkehrsteilnehmer weiße Mäuse sieht, also die zulässige Promillegrenze weit überschritten hat. Das gibt es, soviel wir wissen, in keinem anderen Land der Welt!
Aber: wer weiß?
Zu erwähnen wäre vielleicht das Weiße Haus, in dem seit sechseinhalb Jahren ein schwarzer Präsident regiert. Schauen wir nach Japan; dort gilt Weiß als Farbe der Männlichkeit und des Todes, weshalb Samurai weiße Kleidung unter ihrer Rüstung tragen, um zu zeigen, dass sie bereit sind bis zum Äußersten zu kämpfen.
Im Krieg wird die weiße Flagge gehisst- zum Zeichen der Aufgabe. Weniger kriegerisch sind zum Beispiel der weiße Fleck auf der Landkarte, der Kittel des Oberarztes oder die Berliner Weiße. Lassen wir es bei hochsommerlichen Temperaturen bei letzterer bewenden. Auf Ihr Wohl!
Musikalische Histörchen

1958 erhielt der damals 17-jährige Cliff Richard einen Vertrag bei der EMI und wurde in der Folge zum ersten "Rockstar" des Vereinigten Königreichs. Zusammen mit den – auch ohne Richards erfolgreichen - Shadows wurde er zu einer Gallionsfigur des britischen Rock 'n' Roll und konnte 1959 mit "Living Doll" und "Travellin' Light" seine ersten zwei Nummer-1-Hits auf der Habenseite verbuchen. Auch in Deutschland war Richards zu Beginn der 60er Jahre erfolgreich. Hier waren es allerdings eher Schlageradaptionen, die den Erfolg brachten. So war die deutschsprachige Version von "Lucky Lips", "Rote Lippen soll man küssen", 1963 sieben Wochen lang Spitzenreiter in der Hitparade. Trotz Rock 'n' Roll-Attitüde war Richards immer bekennender Christ und hielt damit auch nicht hinter dem berühmten Berg. Er verkaufte mehr als 250 Millionen Alben und ist damit einer der erfolgreichsten Künstler Großbritanniens. 1995 schlug in Elizabeth II. als ersten Popstar zum Ritter.
Was trinkt der Dude?

Der White Russian ist das Lieblingsgetränk der Hauptfigur in dem Spielfilm The Big Lebowski von 1998. Im Film verwendet Jeffrey Lebowski alias "The Dude" allerdings statt angeschlagener Sahne Half & Half. Dabei handelt es sich um eine sehr leichte Sahne, die in den Vereinigten Staaten als Fertigprodukt angeboten wird und deren Fettgehalt mit etwa 12,5 % zwischen Sahne und Milch angesiedelt ist.

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Emily Dickinson, die große amerikanische Dichterin, wurde am 10.Dezember 1830 geboren und ist am 15.Mai 1886 verstorben. Sie hat ein Werk hinterlassen, das zeitlos in seiner Radikalität, Kühnheit und Experimentierfreude ist. Dieses Werk ist jetzt auf Deutsch und in seiner ganzen Fülle zu entdecken – knapp 1800 Gedichte wurden von Gunhild Kübler übersetzt. In der Deutschlandradio Kultur Sendung "Zeitfragen" sind Gunhild Kübler und der Literaturwissenschaftler Heinz Ickstadt zu Gast und sprechen über Emliy Dickinsons Leben und Werk. Außerdem ist Dickinson eine Protagonistin unseres Lyriksommers.

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