Von der Schulbank ins Rotlichtviertel

Rotlichtbezirk in Amsterdam © AP
Von Ruth Reichstein · 11.03.2012
Loverboys - das sind jugendliche Zuhälter, die minderjährige Mädchen in ihre Abhängigkeit bringen. Je jünger, desto einfacher ist das Geschäft - und desto lukrativer, denn viele Freier kommen auf der Suche nach jungen Frauen extra nach Amsterdam. Was das mit den Frauen anrichtet, ist ihnen egal.
Loverboys finden ihre Opfer auf dem Schulhof oder sprechen sie in Diskotheken an. Sie sind smart, charmant, hübsch. Sie tauchen allein oder in Gruppen auf und überschütten die pubertierenden Mädchen mit Komplimenten und Geschenken. Und sie binden die Mädchen an sich - mit perfiden Methoden. Samantha ist 15 Jahre alt. Sie war in ihren Zuhälter verliebt, hat Drogen bekommen. Ein teuflischer Kreislauf. Jetzt hat sie den Absprung geschafft, macht eine Therapie und wünscht sich ein "ganz normales Leben".

Ruth Reichstein: "Als ich das Wort "Loverboys" zum ersten Mal gehört habe, da habe ich gedacht, was für ein schönes, liebevolles Wort. Aber dann musste ich feststellen, dass sich dahinter wahre Monster verbergen."

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Ruth Reichstein
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