Vergleich im Münchner "Baal"-Prozess

Noch zweimal - dann ist Schluss

Die Schauspieler (v.l.) Jürgen Stössinger, Aurel Manthei, Katharina Pichler und Bibiana Beglau bei einer Probenszene in dem Bertolt Brecht-Stück "Baal", das am 15.01.2015 am Residenztheater München
Proben für die "Baal"-Inszenierung am Residenztheater: (v.l.) Jürgen Stössinger, Aurel Manthei, Katharina Pichler und Bibiana Beglau © Matthias Horn/Residenztheater München/dpa
19.02.2015
Die umstrittene Münchner "Baal"-Inszenierung von Frank Castorf wird noch zweimal zu sehen sein. Darauf haben sich der Suhrkamp-Verlag als Vertreter der Brecht-Erben und das Residenztheater vor dem Münchner Landgericht geeinigt.
Nur die Aufführungen am 28. Februar in München und im Mai beim Theatertreffen in Berlin finden noch statt. Dazu verpflichtete sich das Theater in einer Unterlassungserklärung. Die Vertreter des Suhrkamp-Verlages hatten ein fast gleichlautendes Angebot des Theaters zunächst abgelehnt und auf einer Gerichtsentscheidung beharrt.
Die Brecht-Erben werfen Castorf vor, seine "Baal"-Interpretation sei eine "nicht autorisierte Bearbeitung des Stückes". Der Regisseur, Intendant der Berliner Volksbühne, hatte in seiner Inszenierung zahlreiche Fremdtexte verwendet.
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