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Die Reportage | Beitrag vom 12.05.2019

Unicef-Projekt "Theater der 10.000"So war die größte Performance-Aktion Deutschlands

Von Stephan Beuting

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Diverse Kinder vor einem Gebäude, sie tragen blau-weiße Luftballons und werden von Pressefotografen abgelichtet. (Deutschlandradio/Stephan Beuting)
Zahlreiche Kinder freuen sich auf den großen Auftritt (Deutschlandradio/Stephan Beuting)

Jeweils 100 Freiwillige spielen an genauso vielen Auftrittsorten gleichzeitig dasselbe Theaterstück - per Regieanweisungen über Kopfhörer: So die Idee des "Theaters der 10.000". Ging das Konzept auf? Unser Reporter ist dabei gewesen.

Theater ist Kunst. Und Kunst hat oftmals dann ein Problem, wenn sie einem Zweck gehorchen soll, auch dann wenn es ein guter ist. Theater für einen guten Zweck, genau das aber hat das Kinderhilfswerk Unicef geplant. Und dazu aufgerufen, dass am 11. Mai an 100 Orten in Deutschland jeweils 100 Menschen zeitgleich an einer Theaterperformance teilnehmen. Nach Angaben der Organisation die größte ihrer Art.

10.000 Menschen wachrütteln 

Die Teilnehmer - unter ihnen unser Reporter Stephan Beuting - bekamen Regieanweisungen über einen Knopf im Ohr und haben zusammen eine Zeitreise unternommen. In eine düstere Zukunft, in der die Erde zu einem fast unbewohnbaren Ort geworden ist. Kriege, Dürre, Lebensmittelknappheit beherrschen den Alltag. Die Botschaft: Nur wenn wir jetzt gemeinsam etwas tun, können wir für eine bessere Zukunft sorgen. Unicefs Ziel: 10.000 Menschen wachrütteln und einige von ihnen als dauerhafte Unterstützer gewinnen.

Unser Reporter vor dem Kölner Dom grinst in die Kamera und hält ein Schild hoch, auf dem "Du bist etwas ganz Besonderes" steht. (Deutschlandradio/Stephan Beuting)Eingebundener Journalismus der schönsten Art: Auch unser Reporter Stephan Beuting hat an der Aktion "Theater der 10.000" teilgenommen. (Deutschlandradio/Stephan Beuting)

Hat das funktioniert? Ist es dem Kinderhilfswerk gelungen, so viele Menschen an so vielen Orten zu mobilisieren und nachhaltig für seine Themen zu begeistern? Ist der Funke übergesprungen oder war es am Ende der Flop der 10.000?

Laien-Performance für den Klimaschutz - In "Studio 9" sprachen wir mit Leonie Pichler, der künstlerischen Leiterin des "Theater der 10.000". Sie ist auch eine der der fünf Autor*innen des aufgeführten Stückes.

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