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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 02.06.2015

Über das Geld und was wir dafür haltenImmer knapp - oder wertlos

Von Florian Felix Weyh

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Der Euro - weich und schon bald verbrannt? (picture alliance / dpa / Hans Wiedl M)
An den Rändern des ökonomischen Mainstreams gibt es viele interessante Debatten über Geld (picture alliance / dpa / Hans Wiedl M)

Weil normale Menschen über Geld selten abstrakt, sondern allenfalls konkret in ihrem Lebensvollzug nachdenken, konnte die Geldpolitik jahrzehntelang tun, was sie wollte. Doch das naive Geld-Einverständnis der Bürger mit den Notenbankern bröckelt. Staatliches Geld präsentiert sich inzwischen als unzuverlässiger Geselle, den man schlecht taxieren kann.

Was etwa seit 100 Jahren als versponnene Idee galt - Ersparnisse als "Schwundgeld" mit einer Strafgebühr zu bewehren - ist inzwischen von der EZB via Negativzins in die Praxis umgesetzt worden. Niemand hätte so etwas je erwartet.

Und die biblische Gewissheit, dass Geldverleihen stets Zins erbringt, ist ebenfalls an ihr Ende gelangt; das gesamte Fundament von Sparen und Vorsorge steht damit vor dem Einsturz.

Was ist Geld überhaupt noch? Ein Luftschloss, das entweder durch Inflation explodieren oder durch Deflation in sich zusammensacken wird? An den Rändern des ökonomischen Mainstreams gibt es viele interessante Debatten über Geld und seine Zukunft. Ist es vielleicht sogar vernünftig, mit dem Horten von Whiskey und Cognac als Ersatzwährung zu beginnen?

Ganz verschiedene Antworten auf diese Fragen kommen dabei vom Volkswirtschaftler Jörg Guido Hülsmann, dem Soziologen Rainer Paris, dem Dramatiker Ulf Schmidt und dem Finanzjournalisten und Publizisten Lucas Zeise.

Das Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat.

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