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Breitband | Beitrag vom 02.10.2010

TopicWhistleblowing ist mehr als Wikileaks

Die größere Dimension des spektakulären Wikileaks-Streits

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Daniel Schmitt, der deutsche Sprecher des Enthüllungsnetzwerks Wikileaks trat am vergangenen Wochenende zurück. Streit mit dem australischen Wikileaks-Gründer Julian Assange sei der Grund für den Rücktritt gewesen, die Kollegen vom Radiofeuilleton haben darüber berichtet.
In Breitband wollen wir diese Woche erfahren, ob vielleicht die Strukturen von Wikileaks selbst die Schwachstelle sind. Wenn alles auf den führenden Kopf des Netzwerks ausgerichtet ist, kann das nicht auch zur Gefahr für das System selbst werden? Wenn die Antwort auf diese Frage "ja" ist, muss folgerichtig die Frage nach sinnvollen Strukturen eines solchen Enthüllungsnetzwerks gestellt werden. Wikileaks ist nicht das einzige Portal, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine Plattform für so genannte "Whistleblower"  zu sein.
Whistleblower machen regelwidriges Verhalten von Unternehmen, Behörden oder anderen Institutionen von innen heraus öffentlich, wie ein Schiedsrichter beim Sport, der bei Regelverstößen in die Pfeife bläst.
Beim Sport wird der Regelverstoß sofort geahndet, im wirklichen Leben riskieren Whistleblower aber ihren Job, ihre wirtschaftliche Existenz oder im Zweifel und je nach Enthüllungsgegenstand auch ihre physische Existenz.
Bei so viel Risiko sind die Strukturen hinter einer Enthüllungsplattform oder einem Whistleblower-Portal entscheidend. Fördern oder schaden transparente Strukturen?
Guido Strack, Vorsitzender des Vereins Wistleblower-Netzwerk ist in dieser Sendung unser Gesprächspartner.

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