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Breitband | Beitrag vom 13.09.2014

TopicLeben in Zeiten der Postironie

Ist die Ironie in Gefahr?

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"War doch nicht ernst gemeint", heißt es beschwichtigend, wenn die Ironiesignale mal wieder versagt haben. Was im echten Leben mehr oder weniger erfolgreich über Brüche in Kontext, Mimik und Stimme rübergebracht werden kann, lässt sich im Netz kaum abbilden.

Ersatzicons wirken meist eher wie der sprichwörtliche Wink mit dem Zaunpfahl: Smiley, Smiley, Zwinkerzwinker. Vorsicht: Ironie!

Dabei besteht ein schöner Anteil des ironischen Witzes ja eigentlich gerade darin, dass man ihn selbst erkennt. Das soziale Netzwerk Facebook möchte nun auch Satire eindeutig kennzeichnen. Dürfen wir die ironische Spannung zwischen Gesagtem und Gemeintem nicht mehr selbst erkennen? Gibt es jetzt nur noch Ironie Light?

Aber mal andersherum betrachtet. Nervt die alles durchdringende Dauerironie nicht sowieso? Wäre es nicht vielleicht mal Zeit, sie zu überwinden? Vielleicht steuern wir ja dank Facebook und Co. auf eine postironische Zukunft zu. Ein Leben ohne Ironie ist zwar schwer vorstellbar. Wir sprechen trotzdem darüber, mit dem Journalisten Dirk von Gehlen.

Bild: Oh, the Irony von Duncan Hull auf Flickr unter CC-BY

Breitband

Medien in den USAKlicks und sonst nix
Eine Demonstrantin hält ein Schild mit der Aufrschrift "Fox lies, democracy dies". (Getty Images / NurPhoto / Karla Ann Cote)

Gleich drei US-Journalistinnen und -Journalisten haben im letzten Monat ihre Jobs unter Protest hingeworfen. Irgendwas läuft falsch in den Medien des Landes. Es gehe vor allem um Polarisierung, nicht um die Grautöne, sagt die Journalistin Dagmar Hovestädt.Mehr

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