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Breitband | Beitrag vom 28.04.2018

Technologie und SpracheStirbt die Fremdsprache aus?

Philip Banse im Gespräch mit Caroline Lehr, Aljoscha Burchardt und Jannis Androutsopoulos

Verschiedene Wörterbücher für unterschiedliche Sprachen stehen am 30.12.2012 in Berlin in einem Regal. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
Wörterbücher braucht vielleicht bald kein Mensch mehr - falls tatsächlich der digitale Babelfisch kommt. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Sprache ist der Schlüssel zur Welt und die Grundlage des sozialen Miteinanders – für die, die die benötigte Sprache beherrschen. Für die anderen kann Sprache zur unüberwindbaren Barriere werden. Können neue Technologien das ändern?

"Jetzt ein Babelfisch..." - den Gedanken kann man schon mal bekommen, wenn man sich an einem Ort aufhält, an dem man die Landessprache nicht spricht, im Bürokratie-Dschungel einer fremden Sprache gefangen ist oder einer fremdsprachigen Unterhaltung so gar nicht folgen kann. Einfach den kleinen Babelfisch aus Douglas Adams' Roman "Per Anhalter Durch die Galaxis" ins Ohr, der einem jede Sprache in Echtzeit übersetzt, und schon sind alle Sprachbarrieren beseitigt.

Wird der Babelfisch dank künstlicher Intelligenz bald Realität?

So ein universeller, allwissender Simultanübersetzer war lange nur ein hübsches Hirngespinst aus SciFi-Romanen – aber durch den technologischen Fortschritt in den Bereichen der Spracherkennung und der künstlichen Intelligenz könnte ein digitaler Babelfisch Realität werden. Und zu einer inklusiveren, verständlicheren und verständnisvolleren Welt führen?

Die Sache mit der Spracherkennung ist kompliziert, und Übersetzung ist nicht gleich Übersetzung – oft fällt es selbst professionellen Simultandolmetscherinnen und -dolmetschern nicht leicht, auch den Subtext des Gesagten mitzuübersetzen. Diese Subtexte und Zusammenhänge fallen Maschinen nach wie vor schwer und könnten womöglich dazu führen, dass Sprache zu einer Monokultur verkommt, wenn man sie komplett in die Hände von künstlicher Intelligenz legt. 

Aber wie viel können Maschinen im Bereich der Übersetzung und Spracherkennung überhaupt schon leisten? Wie verändern diese Technologien die Art, wie wir Sprachen lernen – im positiven wie im negativen? Und welche Auswirkungen hätte ein digitaler Babelfisch auf unsere Gesellschaft?

Kann Technologie Sprachbarrieren aufheben?

Darüber spricht Philip Banse mit der Linguisitin Dr. Caroline Lehr von der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, mit dem Computerlinguisten Dr. Aljoscha Burchardt vom Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz und dem Hamburger Linguistik-Professor Dr. Jannis Androutsopoulos.

Das Team

Moderation: Philip Banse
Redaktion: Bettina Conradi und Jana Wuttke
Webredaktion: Mike Herbstreuth

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