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Nachspiel / Archiv | Beitrag vom 14.04.2019

Tanzstile im HipHopKeine Lust mehr auf Ballett

Von Caroline Kuban

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Ein HipHop-Kurs in einer Tanzschule in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern). (Bernd Wüstneck/dpa )
Ein HipHop-Kurs in einer Tanzschule in Rostock. (Bernd Wüstneck/dpa )

Popping, Locking, Waacking, Waving sind Tanzstile im HipHop. Gute Technik ist dabei wichtig, damit die Bewegungen sitzen. Die Journalistin Caroline Kuban hat sich das in einem Berliner Studio genauer angesehen.

In Jogginghosen und weiten T-Shirts stehen zehn Jugendliche versetzt vor einer verspiegelten Wand und trainieren immer wieder denselben Bewegungsablauf. Kick nach vorne, Rückwärtsschritt, anderer Fuß. Eine von ihnen ist die 14-jährige Nora. Als Kind ging sie zum Ballett.

Ballett als Grundlage

"Wenn man als erstes Ballett getanzt hat, dann ist das eine gute Grundlage für andere Tänze", sagt Nora. "Es war halt nicht so schwer, weil ich immer schon Hip Hop mochte, ich mag die Musik, und es macht einfach Spaß, auch in der Gruppe, die Choreographien sind voll cool und manche sind auch sehr kompliziert." Mit der Zeit klappe es dank der Übung immer besser. 

Tanzlehrer Devin legt viel Wert auf gute Technik. Deshalb werden zu Beginn jeder Stunde vor allem die Grundschritte intensiv geübt. Wie zum Beispiel Kick Ball Change, Pas de Bourée oder Cross Step. Devin ist einer der drei Geschäftsführer und 18 Trainer. Seit 2012 waren die Berliner Profitänzer mehrfache Deutsche Meister im Streetdance. Ihre eigene Tanzschule haben sie vor einem Jahr gegründet.

Antanzen wird auch leichter

Zwei Nachwuchs-Mannschaften sind daraus bereits hervorgegangen. Im Training geht es nach der Arbeit an den Grundschritten weiter mit der Choreographie. Im Tanzraum wird die Luft dicker. Konzentriert arbeiten die Jugendlichen an ihren Schrittfolgen. Elouise ist 14, seit einem Monat dabei und schwer begeistert vom HipHop-Training. Auch sie hatte irgendwann keine Lust mehr auf Ballett.

"Ich hab das Gefühl, dass ich lockerer geworden bin", sagt sie. "Früher sah das ziemlich verkrampft aus bei mir, aber ein wirkliches Ziel hab ich noch nicht wirklich, einen Battle tanzen." Und der 22-jährige Samuel findet: "Man lernt ja auch super viele Basics und auch viel Musikgefühl, und das ist dann auch im alltäglichen Leben hilfreich. Man sieht dann nicht aus wie jeder Depp im Club und Frauen antanzen ist dann auch leichter."

Hören Sie dazu auch das Interview mit Jeffrey Gimenez zum Thema HipHop:

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