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Literatur | Beitrag vom 26.12.2019

Swingender AntirassismusArchie Shepp, die Poesie und der Sound der Freiheit

Von Helmut Böttiger und Ulrich Rüdenauer

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Der Saxofonist Archie Shepp steht auf einer Bühne und spielt sein Instrument, auf der rechten Seite ist ein Scheinwerfer zu sehen, der den Musiker anstrahlt. (Picture Alliance / dpa / Leemage / Fred Toulet)
Chronist und Poet: Archie Shepp begeistert sein Publikum mit seiner Kunst. (Picture Alliance / dpa / Leemage / Fred Toulet)

Archie Shepp ist schon früh eine Legende. Er spielt Saxophon, Klavier und - schreibt Gedichte und Theaterstücke. Der Avantgardist kämpft auf vielen Ebenen gegen den Rassismus in den USA. Ein Porträt.

Der Jazzmusiker, sagte der bereits früh legendäre Archie Shepp einmal, sei ein Reporter und ein ästhetischer Journalist. Dabei muss man Shepp eher einen Chronisten und einen Poeten nennen - einen, der die Verhältnisse zum Swingen bringt mit dem Tenorsaxofon, dem Sopransaxofon, dem Klavier und mit seinen Worten.

Mitte der 60er-Jahre war er einer der ersten schwarzen Musiker, der auf Schallplatten eigene Gedichte rezitierte. Damals schrieb er auch zwei Theaterstücke.

Exponent des afroamerikanischen Widerstands

Archie Shepps Kunst ist ein Statement gegen den Rassismus in den USA und Ausdruck eines neuen schwarzen Selbstbewusstseins. Das Feature blickt zurück auf die Explosion schwarzer Kultur in den 60er-Jahren und porträtiert Shepp als einen ihrer faszinierendsten künstlerischen und intellektuellen Vertreter.

Produktion: SWR 2017

Das Manuskript zur Sendung finden Sie hier.

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