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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 10.08.2017

Studio 9 - Der Tag mit Thomas MachoWarum der deutsche Wahlkampf nicht in Schwung kommt

Moderation: Marcus Pindur

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Thomas Macho (picture alliance / dpa / Karlheinz Schindler)
Thomas Macho (picture alliance / dpa / Karlheinz Schindler)

Mit Thomas Macho vergleichen wir heute die äußerst unterschiedlichen Wahlkämpfe in Deutschland und Österreich. Denn während im deutschen Wahlkampf gähnende Langeweile herrscht, wird in Österreich heftig gestritten, vor allem über Flüchtlinge. Außerdem in der Sendung: Michael Moores Anti-Trump-Show und die Nordkorea-Krise.

Nur noch gut sechs Wochen sind es bis zur Bundestagswahl, aber der Wahlkampf kommt nicht recht in Schwung. Kaum Kontroversen, überall gähnende Langeweile - wenn man einmal vom Vorstoß des FDP-Chefs Christian Lindner absieht, die Annexion der Krim durch Russland als "dauerhaftes Provisorium" zu akzeptieren.

Ganz anders in Österreich: Dort wird zwar erst im Oktober gewählt, aber der Wahlkampf läuft bereits auf vollen Touren. Zur Gretchenfrage hat sich das Thema Flüchtlinge entwickelt - im deutschen Wahlkampf fast nicht existent. Außerdem streiten die Österreicher außerdem über ein geplantes Sicherheitspaket sowie einen möglichen Bundestrojaner.

Kann Kunst etwas gegen Trump ausrichten?

Wir fragen den Kulturwissenschaftler Thomas Macho, Leiter des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften in Wien, warum der Wahlkampf in beiden Ländern so unterschiedlich verläuft.

Außerdem in der Sendung: Michael Moores Anti-Trump-Show - nur eine Predigt für die Bekehrten oder kann Kunst doch etwas gegen Donald Trump ausrichten? Und: Die Nordkorea-Krise - wie effektiv ist Abschreckung als Mittel der Politik?

Thomas Macho leitet er das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien. Zuvor war er Professor für Kulturgeschichte und Direktor des Instituts für Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin sowie Direktor des Instituts für Kulturwissenschaft an der Bauhaus-Universität Weimar. Macho ist seit 2010 außerdem Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Er verfasste Bücher über zahlreiche Themen u.a. "Vorbilder" (2011) und "Rituale" (2004).

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