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Kulturnachrichten

Mittwoch, 22. April 2015

Studentenfestival „Sehsüchte" beginnt

Mehr als 100 Filme werden präsentiert

Auch in diesem Jahr zeigt das internationale Studentenfilmfestival „Sehsüchte in Potsdam mehr als 100 Filme aus aller Welt. Nachwuchsfilmemacher aus 28 Ländern präsentieren unter dem Motto „Echo ihre Werke, bei denen es um das Zusammenspiel von Film und Publikum geht. Kulturstaatssekretär Gorholt eröffnet das Festival. Preise werden in 16 Kategorien vergeben. Für den besten Jugendfilm gibt es ein Preisgeld von 2500 Euro. Das Festival ist eine Plattform vom Nachwuchs für den Nachwuchs. Bereits zum 44. Mal richten es Studenten der früheren Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf aus. Das Festival läuft bis zum 26. April.

Theaterstreit spitzt sich zu

Beispiellose Auseinandersetzung

Im Streit um die Zukunft der Berliner Theaterlandschaft gerät der Regierende Bürgermeister und Kultursenator Müller zunehmend unter Druck. Nach mehreren führenden Theatermachern warnte auch der Berliner Staatsopern-Intendant Jürgen Flimm vor den Plänen Müllers und seines Staatssekretärs Tim Renner, die traditionsreiche Volksbühne in eine Art Festivalhaus umzuwandeln. „Die Berliner Kulturverwaltung sollte gut beraten sein, sich zu besinnen, schrieb Flimm im „Tagesspiegel. Varietés gebe es wahrlich bereits genug. Wie Theaterkreise bestätigten, planen die Kulturverantwortlichen nicht nur, den Londoner Museumsdirektor Chris Dercon (Tate Modern) zum Nachfolger von Volksbühnen-Intendant Frank Castorf zu berufen. Zur Führung sollen auch Theaterexperten gehören. Im Gespräch ist zudem, Teile des früheren Flughafens Tempelhofs mit zu bespielen. Dafür soll der Etat des Theaters um 5 auf 22 Millionen Euro jährlich erhöht werden.

Gesetz gegen illegalen Antikenhandel bis 2016

Entwurf noch vor der Sommerpause

Das geplante Gesetz gegen den illegalen Handel mit Kulturgütern soll voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2016 in Kraft treten. Kulturstaatsministerin Grütters kündigte an, den Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause vorzulegen. Die Bundesregierung plant angesichts der Plünderungen archäologischer Stätten in Kriegs- und Krisengebieten schärfere Kontrollen für die Einfuhr von Antiken. Dies könne auch das Ansehen des Kunsthandelsstandorts Deutschland stärken. Wichtige Informationen sollen auf einer gemeinsamen Internetseite von Bund und Ländern gesammelt werden (www.kulturgutschutz-deutschland.de).

Moers Festival erhält europäischen Jazz-Preis

Jazz-Treffen am Niederrhein wurde 1972 gegründet

Das Jazz-Festival in Moers erhält in diesem Jahr den renommierten Preis des Europe Jazz Network. Das gab der europaweite Verbund aus Produzenten, Veranstalter und unterstützende Organisation im Bereich des zeitgenössischen Jazz und der Improvisierten Musik bekannt. Das Moers Festival werde für die "programmatische Zielsetzung, sich immer wieder der Erneuerung und dem Experiment zu widmen", gewürdigt.
Der EJN Award wird jährlich an einen europäischen Veranstalter für seine besonders ambitionierten, kreativen und zukunftsorientierten Programme vergeben. Das Moers Festival am Niederrhein wurde 1972 unter dem Namen "International New Jazz Festival Moers" gegründet und findet auch in diesem Jahr am Pfingstwochenende statt.

Dom zu Brandenburg feiert 850. Jubiläum

Programmvorstellung

Ein halbes Jahr lang soll das 850-jährige Bestehen des Doms zu Brandenburg an der Havel gefeiert werden. Heute wurde das Programm vorgestellt. Das heute evangelische Gotteshaus habe kulturhistorisch überregionale Bedeutung und gelte als „Startpunkt der Christianisierung der Region", sagte Domkurator Hasselmann in Berlin. Außerdem sei der Brandenburger Dom eine wichtige Stätte der Reformation gewesen. Die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 850-jährigen Bestehen beginnen am 3. Mai mit einem Festgottesdienst. Weiterer Höhepunkt ist ein Jubiläumsgottesdienst am 21. Juni mit Bundespräsident Gauck. Zum Domjubiläum sind 240 Veranstaltungen geplant.

Orchestervereinigung zeichnet Unesco-Kommission aus

Herrmann-Voss-Kulturpreis

Die Deutsche Orchestervereinigung verleiht ihren renommierten Preis in diesem Jahr an die Deutsche Unesco-Kommission. Damit würden deren Verdienste um die Eintragung der deutschen Theater- und Orchesterlandschaft in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes gewürdigt, teilte der Berufsverband der Orchestermusiker in Berlin mit. Der alle drei Jahre vergebene und mit 5.000 Euro dotierte Preis soll am 5. Mai zum Abschluss der Deutschen Orchesterkonferenz in Mainz überreicht werden.

"Faust"-Premiere von Grönemeyer und Wilson in Berlin

Ungewöhnliches Projekt am Berliner Ensemble

Popstar Herbert Grönemeyer und US-Regisseur Robert Wilson bringen dort am Abend gemeinsam den größten deutschen Klassiker auf die Bühne. Bei ihrer Interpretation von Goethes "Faust I und II" wird es den Gelehrten Faust gleich fünfmal geben. Das Gretchen wird von drei verschiedenen Schauspielerinnen gespielt. Die Rolle des teuflischen Verführers Mephisto übernimmt Christopher Nell, der in Wilsons "Peter Pan"-Inszenierung die Fee Tinkerbell spielte. Wilson und Grönemeyer feierten vor zwölf Jahren mit dem Musiktheaterprojekt "Leonce und Lena" einen großen Erfolg.

Konzertsaalentscheidung vor der Sommerpause

Ende der Debatte in Sicht

In der Münchner Konzertsaaldebatte soll noch vor der Sommerpause eine Entscheidung fallen. Münchens Oberbürgermeister Reiter kündigte an, daß noch im April die Studie zur umstrittenen Doppel-Belegung der Philharmonie im Gasteig vorgestellt werde. Dann gebe es noch vor der Sommerpause eine Entscheidung des Stadtrates. Komme die Studie zu dem Schluss, dass im Gasteig wirklich Platz sei für zwei große Orchester, bleibe es dabei, den Saal mit Beteiligung des Landes in dreistelliger Millionenhöhe zu sanieren, sagte Reiter. Bayerns Ministerpräsident Seehofer hatte zusammen mit Reiter kürzlich mitgeteilt, die Philharmonie im Gasteig-Kulturzentrum für zwei Orchester umzubauen und dort einen Saal "auf Weltniveau" schaffen zu wollen. Pläne für einen dritten Konzertsaal kamen darin nicht mehr vor. Dagegen gab es heftige Kritik.

Historische Viehauktionshalle in Weimar niedergebrannt

Kunst- und Bauaustellung fallen aus

In Weimar ist eine historische Viehauktionshalle bei einem nächtlichen Feuer komplett niedergebrannt. In nächster Zeit sollten eine Kunst- und eine Bauausstellung in der Halle stattfinden. Die Halle war für Weimar von großer geschichtlicher Bedeutung, wie Stadtsprecher Finke sagte. Während der Diktatur der Nationalsozialisten seien Juden vor dem Transport in die Konzentrationslager in dem Gebäude zusammengetrieben worden. Der fast 2500 Quadratmeter große Fachwerkbau stand völlig in Flammen und konnte nur noch kontrolliert runterbrennen. Verletzte gab es nicht.

11,9 Milliarden Euro für außeruniversitäre Forschung

Wissenschaftsausgaben

Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen haben im Jahr 2013 in Deutschland rund 11,9 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Das waren 4,6 Prozent mehr als 2012, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Mit 5,7 Milliarden Euro wurden 48,4 Prozent der Ausgaben für außeruniversitäre Forschung im Bereich der Naturwissenschaften getätigt. 3,1 Milliarden Euro entfielen auf die Ingenieurwissenschaften. Weitere 1,4 Milliarden Euro flossen in die Geistes- und Sozialwissenschaften, 1 Milliarde Euro in die Humanmedizin und 0,6 Milliarden Euro in die agrarwissenschaftliche Forschung. Zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen gehören Einrichtungen von Bund, Ländern und Gemeinden sowie öffentlich geförderte private Einrichtungen ohne Erwerbszweck.

Ägyptischer Dichter al-Abnudi gestorben

Er war ein wichtiger Verteidiger der Zivilisation

Der Lyriker Abdel Rahman al-Abnudi starb nach Angaben der Zeitung "Al-Ahram" gestern im Alter von 77 Jahren nach langer Krankheit. Al-Abnudi schrieb Arabisch in ägyptischem Dialekt und besang in seinen Versen das Leben auf dem Land. Unter anderem schrieb er für den Sänger Abdel Halim Hafes. Während der Herrschaft von Präsident Gamal Abdel Nasser kam Al-Abnudi ins Gefängnis. Dennoch lobte er später den Einsatz des sozialistischen Politikers für die Armen. Präsident Abdel Fattah al-Sisi lobte Al-Abnudi als Verteidiger der Werte und der Zivilisation. Seine Worte lebten weiter.

Kunstbuch-Verleger Taschen versteigert zwei Kunstwerke

Millionen Coup erwartet

Die Versteigerung zweier Werke aus seiner umfangreichen Sammlung könnte dem Kölner Kunstbuch-Verleger Benedikt Taschen bis zu 35 Millionen Dollar (etwa 32,6 Millionen Euro) einbringen. Eine Büste des Künstlers Jeff Koons und ein Bild des Malers Martin Kippenberger aus der Sammlung von Taschen werden am 13. Mai in New York versteigert, teilte das Auktionshaus Christie's mit. Das 1988 entstandene Kippenberger-Bild ohne Titel schätzt das Auktionshaus auf bis zu 20 Millionen Dollar, die von Koons 1986 gefertigte Büste des französischen Königs Louis XIV. auf bis zu 15 Millionen Dollar. Taschen gilt als einer der weltweit wichtigsten Kunstsammler.

Anwalt darf Akten von Limbach-Kommission nicht einsehen

Einblick verweigert

Die Akten der beratenden Limbach-Kommission für die Rückgabe von NS-Raubkunst bleiben für den Berliner Anwalt Matthias Druba verschlossen. Das Verwaltungsgericht Magdeburg wies seine Klage auf Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz ab. Druba forderte die Unterlagen einzusehen und begründete das damit, dass Staatsbürger das Handeln der Verwaltung nachvollziehen können sollten. Die Limbach-Kommission hatte dagegen votiert, die berühmte Plakatsammlung des jüdischen Sammlers Hans Sachs den Erben zurückzugeben. 2012 entschied dann der Bundesgerichtshof, dass die Sammlung den rechtmäßigen Eigentümern zusteht. Druba hatte einen der Erben vertreten.

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