Steht ein bucklicht' Männlein

Symbolbild: Lesen Buch Bücher © picture alliance / dpa / Maximilian Schönherr
Von Barbara Spengler-Axiopoulos · 24.12.2012
Das bucklicht' Männlein und seine Geschwister Rumpelstilzchen, Zwerg Nase, der kleine Däumling geistern bis heute durch die Kinderstuben, und sie bekommen immer wieder mal neue Verwandte wie die Muggels.
Freundliche Zwerge dürfen mit Sympathie und Mitgefühl rechnen, vor allem, wenn sie unverschuldet unter ihrer Missgestalt leiden. Für Walter Benjamin, den Theodor Adorno den Schatzhauser der Philosophie, den Fürst der Zwerge nannte, war das bucklicht' Männlein ein ständiger Begleiter, Zeuge des nicht gelingenden Lebens.

Aus zwei Romanen des 20. Jahrhunderts ragt eine bedrohliche und faszinierende Zwergenfigur empor: der wortgewaltige Oskar Matzerath aus dem Roman "Die Blechtrommel" von Günter Grass und der Zwerg von Pär Lagerquvist, der als Werkzeug und Urheber des Unheils am Hofe eines italienischen Renaissancefürsten sein Unwesen treibt. Diesen kleinen Wesen, die die literarische und die Märchenwelt bevölkern, spürt das Feature nach.

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