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Sonntagmorgen | Beitrag vom 28.04.2019

Songs über IdentitätWer bin ich?

Von Olga Hochweis

Ein Fingerabdruck unter einer Lupe. (imago / blickwinkel)
Der Fingerabdruck: Ausdruck der eigenen Individualität? (imago / blickwinkel)

Vom Fingerabdruck übers Aussehen bis hin zu Charakter und Temperament - unendlich viele Kennzeichen machen den Menschen zum unverwechselbaren Individuum. Dabei ist es gar nicht so einfach, man selbst zu sein und sich zu unterscheiden.

In der Kindheit wollen die meisten einfach dazugehören. Nur nicht auffallen. Während der Pubertät gerät der Wunsch nach Abgrenzung und die Suche nach der eigenen Identität und Individualität zum wichtigen, oft auch schmerzlichen Teil der Persönlichkeitsentwicklung. Anderssein ist auch für Erwachsene keine leichte Übung. Seine eigene Stimme entdecken, zu sich und seinem "wahren" Kern zu finden und stehen – das bleibt manchmal ein lebenslanger Prozess. Zuschreibungen und Konventionen von außen, aber auch die eigenen Erwartungen stehen vielfach im Weg.

Anders als alle anderen

In der Musik bekommt die Suche nach der eigenen Stimme eine ganz eigene Bedeutung. Man kann es hören, wenn jemand sich selbst gefunden hat als Sänger und als Interpret. Vielfalt ist ein Reichtum: "Es gibt eine Millionen Möglichkeiten zu sein", hat Cat Stevens Anfang der 1970er-Jahre im Song "If you want to sing out" verkündet. Der Titel ist Teil des Soundtracks zum Filmklassiker "Harold and Maude" über die zärtliche Beziehung zwischen einem todessehnsüchtigen Jugendlichen und einer vor Lebenskraft strotzenden alten Dame: "Sei du selbst" – in unzähligen Varianten haben Popmusiker das über die Jahrzehnte in ihren Songs durchdekliniert. Die Themen und Anlässe mögen sich verändert haben, die Botschaft ist geblieben: Identität besteht genau darin, man selbst zu sein.

Rätsel

Unsere Frage hat selbst etwas mit Rätseln und Raten zu tun und braucht ein bisschen Anlauf: Ginger Rogers, die Schauspielerin und langjährige Tanzpartnerin von Fred Astaire, war ein besonders gern gesehener Gast in einer US-amerikanischen Sendung, in der ein Rateteam mit verbundenen Augen Prominente und auch Normalmenschen mit deren Beruf erraten musste. In der Sendung haben Sie Ginger Rogers als Sängerin gehört - sie hat mit Vorliebe ihre Antworten in dieser Show gesungen, um davon abzulenken, dass sie vor allem eine große Tänzerin ist. Das Sendungsformat landete Mitte der 1950er auch im deutschen Fernsehen und, es war, auch dank des besonderen Moderators so erfolgreich, dass es mit kurzer Unterbrechung über mehrere Jahrzehnte gesendet wurde. Wie hieß diese Sendung und ihr Moderator, der als Anfangsritual immer eine schöne Frage gestellt hat?

Auflösung: Robert Lembke

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