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Lesart / Archiv | Beitrag vom 13.04.2016

"Sommerhaus am See" von Thomas HardingEin Holzhaus als Ort der Geschichte

Thomas Harding im Gespräch mit Frank Meyer

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Ein in einen Baum eingewachsener verrosteter Zaun steht am 20.4.2011 am südlichen Ufer des Groß Glienicker Sees in Brandenburg. (picture-alliance / dpa / Jens Kalaene)
Ein in einen Baum eingewachsener verrosteter Zaun am südlichen Ufer des Groß Glienicker Sees (picture-alliance / dpa / Jens Kalaene)

Seine Urgroßeltern ließen das Sommerhaus einst zwischen Potsdam und Berlin bauen. Der britische Autor Thomas Harding hat das deutsche Drama des 20. Jahrhunderts aufgeschrieben, das dieser unscheinbare Ort am Groß Glienicker See erzählt.

Ein unscheinbares Haus an der Grenze zwischen Potsdam und Berlin. Fast wäre es dem Erdboden gleichgemacht worden. Doch dann kam aus England ein Urenkel der Familie, die es einst als Sommerhaus erbaut hat und entdeckt, dass in diesem Holzhaus die deutsche Geschichte eines Jahrhunderts steckt: die "Golden Twenties", die Lebensfreude der jüdischen Besitzer, ihre Flucht aus Nazi-Deutschland, die Arisierung, die DDR und der Mauerbau im Garten des Hauses und die große Leere nach 1990.

Der britische Journalist und Autor Thomas Harding erzählt im "Sommerhaus am See" das deutsche Drama des 20. Jahrhunderts, an dessen Ende eine unvermutete Versöhnung mit der Geschichte steht. Wann er zum ersten Mal in dem Sommerhaus war, das seine Urgroßeltern am Groß Glienicker See hatten bauen lassen, wollte Frank Meyer in der "Lesart" unter anderem von Thomas Harding wissen.


Hier können Sie die ungekürzte englische Originalfassung des Interviews nachhören:

Thomas Harding: Sommerhaus am See
Aus dem Englischen von Daniel Bussenius
dtv, München 2016
432 Seiten, 24,90 Euro

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