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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 17.02.2016

"Shooting Star" Jella Haase"Ich wollte in Jeans auf den roten Teppich gehen"

Jella Haase im Gespräch mit Britta Bürger

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Die Schauspielerin Jella Haase nach Aufzeichnung der Sendung "Im Gespräch" in der Berlinale-Lounge (Deutschlandradio / Manuel Czauderna)
Die Schauspielerin Jella Haase nach Aufzeichnung der Sendung "Im Gespräch" in der Berlinale-Lounge (Deutschlandradio / Manuel Czauderna)

Millionen kennen sie aus den "Fack ju Göthe"-Filmen: Auf der Berlinale wurde die 23-jährige Jella Haase nun als "European Shooting Star" ausgezeichnet. Sie erhoffe sich davon, in Europa bekannter zu werden, sagt sie. Ihren Glamour-Auftritt hat sie bereits intensiv vorbereitet.

"Heul leise, Chantal!" und "Du bist so Arzt!" sind Sätze, die "Chantal" auf jedem Schulhof in Deutschland bekannt machten. Das prollige Mädchen aus den Filmen "Fack ju Göhte" und "Fack ju Göhte II" ist Kult und ihre Darstellerin Jella Haase ein Star. Allein letzterer hatte mehr als sieben Millionen Zuschauer.

Mit ihren gerade mal 23 Jahren und ohne Schauspielausbildung hat sie schon in zahlreichen Produktionen mitgewirkt, ist als jüngste Ermittlerin sogar in einem Tatort aufgetreten. Der Film "Vier Könige", in dem sie die Rolle einer psychisch Kranken spielt, ist für den Deutschen Filmpreis nominiert.

Auf der diesjährigen Berlinale wurde ihr der Preis "European Shooting Star 2016" verliehen, gemeinsam mit neun weiteren europäischen Nachwuchstalenten. "Wenn es darum geht forsche, rebellische und ein wenig trashige Charaktere mit einem Herzen aus Gold zu spielen, liegt Jella das deutsche Publikum zu Füßen.", begründete die Jury ihre Entscheidung.

Speed-Dating mit Casting-Direktoren und Beratung für den roten Teppich

Sie sei überwältigt, glücklich und dankbar angesichts der Auszeichnung, sagt Jella Haase im Deutschlandradio Kultur. "Ich war ganz schön baff und muss das alles noch für mich richtig übersetzen."

Welche Chancen genau ihr der Preis eröffne, das müsse sie erst herausfinden, so Haase. Aber vielleicht helfe er in Sachen Bekanntheit. "Ich glaube, dass man europaweit vielleicht bekannter wird, dass die Leute eine Idee von einem haben." In den letzten Tagen habe sie bereits zahlreiche Casting Direktoren bei einer Art Speed-Dating getroffen.Jella Haase bei der Ehrung als "European Shooting Stars" im Rahmen der Berlinale (picture alliance / dpa / Ekaterina Chesnokova)Jella Haase bei der Ehrung als "European Shooting Stars" im Rahmen der Berlinale (picture alliance / dpa / Ekaterina Chesnokova)

Auf die Frage, ob das öffentliche Bild Jella Haase glamouröser sein soll als das der WG-Bewohnerin aus Berlin-Neukölln, angesichts dessen dass ein befreundeter Stylist für alle ihre Berlinale-Termine 20 geliehene Outfits zusammengestellt hat, sagt die Schauspielerin: "Ja, auf jeden Fall." Es sei wichtig für sie, sich ein bisschen zu verwandeln." Daran habe der Stylist einen großen Anteil: "Ich wollte mit Jeans und eigenem Schmuck auf den roten Teppich gehen." Der Freund riet ihr jedoch: "Es geht die Leute vielleicht gar nichts an, wie Du privat aussiehst." Trotz dieser Verwandlung durch die Kleidung sei sie aber noch sie selbst.

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