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Plus Eins | Beitrag vom 27.12.2020

Serie "Und sonst so?"Mein Ding in diesem Jahr

Von Bettina Conradi

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Ein Kind springt auf einem Sofa. Über dem Kopf trägt es einen Pappkarton mit einem bunten Gesicht. (Getty Images /  MoMo Productions)
Das Leben bestand dieses Jahr nicht nur aus Corona. Wie in anderen Jahren auch, gab es Freude, Erfolge, Trauer und Glück. Das Leben ging weiter. (Getty Images / MoMo Productions)

Neben der Corona-Pandemie ging das normale Leben jedes Einzelnen weiter. 16 Menschen erzählen von ihren glücklichsten Momenten in diesem Jahr, von widerfahrenem Leid, von Freude und Trauer - ganz persönliche Geschichten aus allen Phasen des Lebens.

Das ganz normale Leben, Freunde treffen, Essen gehen, neue Menschen kennenlernen – all das ging auch trotz der Corona-Pandemie in diesem Jahr weiter. Manche Menschen haben wegweisende Entscheidungen für ihr Leben getroffen, andere haben das Glück im Kleinen gefunden.

Ein kleines Kind auf einem roten Fahrrad von hinten gesehen. Es fährt einen langen, geraden Fußweg entlang. (Getty Images / Cavan Images (Symbolbild))Mit dem Rad lässt sich die Welt ganz neu erkunden. (Getty Images / Cavan Images (Symbolbild))

Joa (4): Freunde, Süßes, Radfahren

Joa entdeckt die Welt. Für ihn sind im Moment Süßigkeiten, erste Freundschaften und sein neues, rotes Fahrrad wichtig. Mit dem flitzt er seit diesem Jahr umher. Das Radfahren erhöht seinen Aktionsradius um ein Vielfaches.

Ada (8): Mut üben

Ada wünscht sich, mutiger zu sein. Mit mehr Mut fallen ihr die Aufführungen in der Schule vielleicht leichter. Auch Freunde würde sie eventuell einfacher finden. Deshalb will sie Mut üben. Ihre Idee: Sie will bei der Klassensprecherwahl kandidieren.

Wolke (15): Mit den besten Freunden die Welt verändern

Nach einem Schulwechsel findet Wolke neue Freunde und eine große Aufgabe: Sie entdeckt politische Arbeit und will sich für die wichtigen Dinge im Leben einsetzen. Mit ihren Freunden will sie die Welt in vielen kleinen Schritten verändern.

Louisa (20): Einfach machen

Louisa fühlte sich oft unter Druck. Sie will alles richtig machen und gute, dauerhafte Entscheidungen treffen. Sie lernt aber, Dinge "einfach zu machen". Dabei entdeckt sie neue Möglichkeiten und findet Spaß daran – auch bei der WG-Suche in Wales.

Das Bild zeigt das große, repräsentative Universitätsgebäude der Universität von Cardiff. (Getty Images / Matthew Horwood)Louisa geht zum Studieren nach Wales. Hier: ein Gebäude der Universität von Cardiff. (Getty Images / Matthew Horwood)

Robin (29): Leben in Zwischenräumen

Robin ist queer, nicht-binär, transident und disableisiert. Auch nach einer Mastektomie hat Robin den Eindruck, nirgends für sich einen passenden Ort zu haben. Das Leben in den Zwischenräumen kann aber auch ganz gemütlich sein, entdeckt Robin.

Lea (32): Nachricht aus Israel

Lea ist Jüdin der dritten Generation nach dem Holocaust. Von der Familie ihrer Großeltern mütterlicherseits gibt es nur eine Liste aus dem KZ. Sonst weiß sie von ihnen nichts. Doch dann kommt plötzlich eine überraschende Nachricht aus Israel.

Dahlia (30+): Sexarbeit und Kunst

Dahlia arbeitet als Domina und ist Performance-Künstlerin. Sie findet, zwischen Kunst und Sexarbeit gibt es Verbindungen. Corona hat die Vorbereitungen für ihr Stück "Technomarmelade" ausgebremst. Im Herbst gab es doch noch eine Premiere. 

Reido (32): Eine Jagdausbildung machen

In Zusammenarbeit mit Sofia Harder

Reido ist Landwirt und lebt auf einem Bauernhof. Wenn er aus dem Fenster schaut, sieht er den Wald und das Wild, das dort lebt. Dieses Jahr setzte er einen lange gehegten Wunsch um: Er begann eine Jagdausbildung.

Ein Jäger steht mit einem Gewehr auf einem Hochsitz im Wald. (imago images / Arnulf Hettrich (Symbolbild))Der Traum von der Pirsch: Reido will mit seinem Bruder gemeinsam eine Jagdausbildung machen. (imago images / Arnulf Hettrich (Symbolbild))

Hendrik (39): Stadt, Land, Leben

Hendrik lebte jahrelang gern in Berlin. Nach der Geburt ihrer Tochter trafen seine Frau und er gemeinsam die Entscheidung, die Stadt zu verlassen. Der Gedanke an das Leben in einer Kleinstadt löst bei Hendrik plötzlich Unsicherheit aus.

Silja (41): Ein Jobwechsel für die Liebe

In Zusammenarbeit mit Sofia Harder

Silja hat sich verliebt. Doch sie hat kaum die Gelegenheit, den Mann richtig kennenzulernen. Ihnen fehlt die Zeit. Ihre Lebensrhythmen sind zu unterschiedlich. Und sie wohnen zu weit auseinander. Da trifft Silja eine Entscheidung.

Be (43): Drei bleiben

Be ist nach vier Fehlgeburten überraschend noch einmal schwanger geworden. Ihr Mann und sie haben bereits einen Sohn und wünschten sich immer noch ein Kind. Auf einmal scheint alles wieder offen. Wächst ihre kleine Familie doch noch mal?

Julia (44): Unser neues Sofa

Julia fallen Entscheidungen schwer, besonders wenn sie Anschaffungen über 50 Euro betreffen. Doch es soll ein neues Sofa her. Ihr Mann setzt ihr ein Ultimatum. Und Entscheiden kann sie sich erst, als nichts mehr zum Sitzen da ist.

Ein altes, zerbeultes Sofa steht vor einer roten Backsteinmauer. (Getty Images / Leigh Wright)Das alte Sofa ist ausgemustert: Zeit für eine Neuanschaffung. (Getty Images / Leigh Wright)

Olli (50): Dein letzter Tanz - "Fuck standing still"

Olli war sein halbes Leben lang Tourmanager für Bands. Seit bei ihm Multiple Sklerose diagnostiziert wurde, musste er lernen, mit den zunehmenden Einschränkungen umzugehen. Aber Stillstand ist nicht sein Ding. Er will sich um Projekte kümmern.

Wolfgang (55): Seebestattung fällt aus

Wolfgang möchte seine Mutter bestatten – auf See, wie sie es sich gewünscht hat. Doch wieder und wieder fällt die Seebestattung aus. Bei zu starkem Seegang fährt das Schiff nicht raus. Für Wolfgang ist es schwer, so abzuschließen.

Sabine (65): Nicht aus der Welt fallen

Plötzlich steht die Pension vor der Tür. Doch Sabine fühlt sich noch nicht bereit für den Ruhestand. Als Schulleiterin möchte sie aber von den Lehrerinnen und Lehrern ihrer Schule auch weiterhin gewollt sein. Deshalb lässt sie ihre Kollegen abstimmen.

Barbara (80): Mein neues Zeitalter

Barbara blickt am Abend vor ihrem 80. Geburtstag auf ihr Leben zurück. Gleichzeitig denkt sie über ihr "neues Zeitalter" nach. Sie hat viel vor und noch mehr Ideen. Die Sorge treibt sie um, das "neue Zeitalter" könnte fast knapp werden.

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