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Echtzeit | Beitrag vom 07.04.2018

Serie "Klassik drastisch" – Folge einsBeethoven und seine "Kleine Neunte"

Von Devid Striesow und Axel Ranisch

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Devid Striesow und Axel Ranisch ahmen gestikulierend Dirigenten nach. (Deutschlandradio/ Sandra Ketterer)
Devid Striesow und Axel Ranisch verbindet eine gemeinsame Leidenschaft: Sie sind Klassik-Nerds. (Deutschlandradio/ Sandra Ketterer)

Die Klassik-Nerds Devid Striesow und Axel Ranisch verneigen sich vor einem großen Meister. Und zerren ein Werk ans Licht, das oft im Schatten seiner großen Schwester untergeht. Die "Kleine Neunte": "Sie hat ein Klavier, sie ist kurz, sie ist perfekt."

"In Beethoven ist alles drin", sagt Schauspieler Devid Striesow. "Beethoven ist Kraft, Beethoven ist Emotionen, Beethoven ist ein großer Teil meiner Kindheit. Jedes Silvesterfest war Beethovens Neunte in unserem Wohnzimmer... Übertragung... Kurt Masur… Es ging nicht ohne." Dann hing auch noch ein Bild von Beethoven im kleinen Wohnzimmer.

"Beethoven war eigentlich überall", erinnert sich Klassikfan Striesow. Er habe es aber nie geschafft, eine Sonate auf der Geige zu spielen. Das sei immer viel zu schwer gewesen. Dabei klinge es doch immer alles so einfach, was Beethoven macht, sagt Axel Ranisch. "Alles, was Beethoven macht, klingt so ungeheuer einfach."

Die "Klassik-Nerds", Axel Ranisch und Devid Striesow,  meinen es ernst!  (Axel Ranisch und Devid Striesow)Die "Klassik-Nerds" meinen es ernst! (Axel Ranisch und Devid Striesow)"Es ist Liebe!" Devid Striesow und Axel Ranisch verbindet eine gemeinsame Leidenschaft, die nur bedingt mit Film, Theater und Schauspielerei zu tun hat. Die beiden sind von klein auf Klassik-Nerds. Und stoßen in ihrem Umfeld nicht selten auf Unverständnis, wenn sie wieder heimlich dirigierend vor der Stereoanlage stehen.

In der "Echtzeit" dürfen sie ihre Passion in den nächsten Wochen einmal so richtig ausleben. Vorausgesetzt, sie kommen auf den Punkt. Denn für jedes Werk, das sie sich gegenseitig mitbringen und vorstellen, haben sie nur etwa fünf Minuten Zeit. Fünf  Minuten für "elefantöse Momente", für "die Zärtlichkeit in Tönen" oder die Tragik eines ganzen Komponistenlebens. Die Betriebstemperatur ist entsprechend hoch. Der Tonfall persönlich. Und stillgesessen wird wenig. Dafür gesungen: "Devid trifft einfach jeden Ton! Dafür kommt Axel höher."

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