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Echtzeit | Beitrag vom 17.11.2018

Serie "Klassik drastisch"#13 Erich Korngold - "Der Schneemann"

Von Devid Striesow und Axel Ranisch

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Das Bild zeigt Devid Striesow und Axel Ranisch, die an einem Tisch sitzen. (Anja Schäfer/deutschlandradio)
Devid Striesow und Axel Ranisch sprechen in dieser Episode von "Klassik Drastisch" über ein Ballett von Erich Korngold. (Anja Schäfer/deutschlandradio)

Axel und Devid sind zurück: Mit gewohntem Enthusiasmus und neuen Lieblingstiteln. In der ersten Folge der zweiten Staffel eröffnen sie die kalte Jahreszeit mit einem Ballett von Erich Korngold, das fast wie eine Weihnachtsgeschichte von Disney wirkt.

Korngold ist kein Schnaps. Diese Frage ist schnell geklärt. Aber warum ist der Name dieses früh sehr erfolgreichen Komponisten so sehr in Vergessenheit geraten? In der Jugend schon ein Megastar, floh der österreichisch-jüdische Korngold - geboren 1897 - vor den Nazis in die USA und fand dort Arbeit als Filmkomponist.

Der verwehrte Wunsch

Er war dort beruflich erfolgreich, prägte den Sound von Hollywood, führte eine glückliche Ehe. Aber sehnte sich trotz allem nach Kriegsende zurück nach Europa. Doch dieser Wunsch blieb ihm verwehrt. Die Rückkehr nach Wien, obwohl dringend herbeigesehnt, gelang ihm nicht. Sein Stil war dort nicht mehr gefragt und das ernste Fach schien nicht bereit für einen "aus Hollywood".

"Korngold war ein Wunderkind. Aber er war auch ein kleiner, dicker Moppel, der mit Gleichaltrigen wenig anfangen konnte. Ich konnte mich gleich mit ihm identifizieren," meint Axel Ranisch. Und Devid Striesow sieht bei Korngolds Ballett "Der Schneemann" schon die ersten Schneeflocken vom Himmel herabschweben.


Die Spotify-Playlist zu "Klassik drastisch"

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