Dienstag, 21.05.2019
 

Breitband | Beitrag vom 02.05.2015

SendungsüberblickÜberwachungsschleifen, IndieWeb und alte Kisten

Die Themen der Sendung vom 02. Mai 2015

Beitrag hören Podcast abonnieren

Es ist ein bisschen so, als sei man in einer Zeitschleife gefangen: In regelmäßigen Abständen werden neue Enthüllungen über die Zusammenarbeit des Bundesnachrichtendienstes mit seinem US-Pendant NSA veröffentlicht. Beide Geheimdienste hatten nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gemeinsame Maßnahmen zur Terrorbekämpfung unter Einhaltung deutscher Interessen beschlossen; so durfte die NSA bestimmte BND-Daten abzapfen. In den vergangenen Tagen kam nun heraus: Möglicherweise nutzten die Amerikaner diese Informationen unter anderem auch für Wirtschaftsspionage - und der BND half wohl fleißig mit, europäische Unternehmen und Politiker auszuforschen.

Damit steht dem Kanzleramt jetzt eine neue BND-Affäre ins Haus. Tim Wiese gibt uns einen Überblick der Erkenntnisse. Über die Probleme einer parlamentarischen Aufsicht der BND-Aktivitäten sprechen wir anschließend mit Markus Löning, Politiker und Senior Fellow der stiftung neue verantwortung. Diese legte nun ein Gesamtkonzept einer rechtlichen Reform der Geheimdienstkontrolle vor.

Nach den Medien und Meinungen von Vera Linß unternehmen wir einen weiteren Versuch, uns der digitalen Kontrolle zu entziehen: Vielleicht macht es ja das IndieWeb möglich. Das nämlich verspricht Sicherheit vor Datenkraken, indem jeder im Netz auf der eigenen Plattform unterwegs ist, statt zentralisierten Diensten seine persönliche Informationenzu schenken. Der Entwickler und Blogger Matthias Pfefferle erklärt, wie das funktionieren könnte.

Funktionieren tun auch alte Kisten aus den Achtzigern noch - das beweist in diesen Tagen das Vintage Computer Festival in München. Maximilian Zierer war für uns vor Ort.

Einen Hit nach dem anderen präsentiert uns diese Woche Christian Grasse in der Netzmusik - und zusammen mit Christine Watty führt er auch durch die Sendung. Für diese verantwortlich zeichnet Marcus Richter und Miriam Sandabad haut in die Web-Tasten.

Foto: "Unmasked!" von JD Hancock, CC BY 2.0

Breitband

Hip-Hop und MedienBei schlechter Presse kommt der Anwalt?
Der Auftritt von 187 Strassenbande (Gzuz,buergerlich Kristoffer Jonas Klauß). (imago / Jan Huebner)

Ein offenbar ruppiges Verhältnis pflegen viele Rapper zu den Medien: Bei einer schlechten Kritik müsse man damit rechnen, dass sich Manager melden oder "irgendwelche Hintermänner", die einem Gewalt androhten, sagt Johann Voigt. Jüngstes Beispiel: Gzuz. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur