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Breitband | Beitrag vom 20.12.2014

SendungsüberblickDiese Sendung wird Ihr Leben verändern!

Die Themen der Sendung am 20.12.2014

Boulevard - damit verbindet man reißerische Überschriften, zugespitzte Polemik, wenig Tiefgang und hin und wieder nackte Brüste. Etwa eine Hand voll Boulevardzeitungen gibt es in Deutschland, hinzu kommen etliche Illustrierte und Fernsehsendungen, vornehmlich im Privat-TV. Den größten Anteil an Boulevard bietet aber das Internet. Es ist längst zur echten Konkurrenz für den traditionellen Journalismus geworden. Deshalb gestalten auch so genannte Qualitätsmedien ihre Berichterstattung zunehmend emotionaler - um ihre Leser und Zuschauer nicht zu verlieren.

Wie verändert das den öffentlichen Diskurs? Wie viel (journalistische) Qualität, wie viel Tiefgang kann Boulevard herstellen? Und überhaupt: Wie viel Boulevard ist erlaubt? Denn schließlich mögen wir ihn irgendwie alle, auch wenn es keiner richtig zugeben will. Über diese Fragen reden wir mit Moritz Tschermak vom Blog topfvollgold und mit taz-Chefreporter Peter Unfried. Außerdem erklärt uns die Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Bettina Hennig den Unterschied zwischen Klatsch und Boulevard. Warum erweckt Boulevard immer den Eindruck, nicht tiefgründig zu sein und warum gilt er als belanglos? Auch darauf bekommen wir Antworten.

Boulevard im Netz - das geht weit über Katzenvideos hinaus. Beispiel YouTube. Dort finden sich jede Menge Kanäle, die sich um Stars und Sternchen drehen. Die Macher von StarsTube haben daraus ein Printmagazin gemacht, das seit Oktober monatlich erscheint. Tim Wiese stellt uns das in digitalen Zeiten doch recht merkwürdig erscheinende Print-Projekt vor. Und er geht der Frage nach, wie viel Platz für Boulevard-Journalismus überhaupt bleibt, wenn die YouTube-Stars doch längst selbst mit ihren Fans kommunizieren.

Anschließend begeben wir uns auf den echten Boulevard, raus auf die Straße. Weihnachtszeit ist Spendenzeit, da sitzt das Kleingeld etwas lockerer, wenn Bettler oder Verkäufer von Obdachlosenzeitungen um ein paar Münzen bitten. Doch was, wenn das ganze Land fast komplett auf Karte umgestellt hat - wie in Schweden? Dort bezahlt man auch kleine Beträge immer öfter bargeldlos.

Zum Abschluss ein Abschied: Anfang Dezember starb der Erfinder der Videospielkonsole Ralph H. Baer. Robert Glashüttner blickt auf sein Werk, das weit über die Erfindung hinausging, zurück.

Moderation: Christine Watty und Christian Grasse
Redaktion: Vera Linß
Musik: Christian Grasse
Web: Nora Gohlke
Breitband-Herzchen-Logo: Moritz Metz

Bild: To All The Worlds von Tomi Tapio K auf Flickr, CC-BY SA

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Auf dem Bild ist ein blau eingefärbtes Auge zu sehen, dass aus ganzen viele Pixel besteht.  (imago /  Ikon Images / Saul Gravy)

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