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Breitband | Beitrag vom 06.01.2018

SchwerpunktBetriebssystem und Software-Biene

Wenn Menschen zu Software-Erweiterungen werden

Arbeiter auf einer Baustelle. (Ricardo Gomez Angel on Unsplash)
Teil eines großen Prozesses oder eines großen Prozessors? (Ricardo Gomez Angel on Unsplash)

Digitalisierung der Arbeitswelt heißt meist, Maschinen werden unsere Arbeit übernehmen: Roboter in Fabriken und Algorithmen das Denken. Doch tatsächlich finden sich immer mehr Menschen als Erweiterung von Software wieder.

Ein übergeordnetes Programm bestimmt die Arbeitsabläufe, der Mensch führt im Niedriglohnbereich aus. Die sogenannte Gig-Economy spielt dabei eine große Rolle. Sei es bei Essenslieferungen wie Foodora oder Deliveroo, bei denen Algorithmen die Fahrer steuern und pro zugestellter Bestellung bezahlen oder wie auf Plattformen wie Fiverr, wo Menschen für extrem wenig Lohn kreative Arbeiten anbieten. Der Auftraggeber nutzt die Arbeiter wie Software, nicht als Menschen. Man nimmt sie sich, wenn sie gebraucht werden und stößt sie genau so schnell wieder ab.

Ein Perspektivwechsel

Sebastian Schmieg ist bildender Künstler und hat sich mit dem Thema "humans as software extensions" beschäftigt. Auf dem Chaos Computer Kongress in Leipzig hielt er einen vielbeachteten Vortrag dazu. Im Interview hat er uns seine Theorie im erkärt. Was genau bedeutet es, wenn man Menschen als Erweiterung von Software versteht? Welche Effekte ergeben sich durch diesen Perspektivwechsel? Damit wir uns dies genauer vorstellen können, erklärt uns Matthias Finger die verschiedenen Arbeitsmodelle und Plattformen, wo Menschen zu Software-Erweiterung werden, als Plugin für ein übergeordnetes System arbeiten.

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