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Literatur / Archiv | Beitrag vom 22.03.2015

Schriftsteller im Exil auf MallorcaDer Tod im Inselgarten

Von Christian Buckard und Daniel Guthmann

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Die Kathedrale der Heiligen Maria in der spanischen Hafenstadt Palma, der Hauptstadt der Baleareninsel Mallorca. (Deutschlandradio / Ellen Wilke)
Kathedrale der Heiligen Maria in der spanischen Hafenstadt Palma: Schriftsteller und Künstler flohen vor Hitler auf die spanische Insel Mallorca. (Deutschlandradio / Ellen Wilke)

Viele deutsche Schriftsteller und Künstler flohen vor Hitler nach Mallorca und wähnten sich hier in Sicherheit. Anhand von literarischen Texten, Interviews und bislang unbekannten Archiv-Dokumenten erzählen Daniel Guthmann und Christian Buckard deren bewegende Geschichte.

"Die Insel ist der bangen Irrfahrt Ziel" - Ihm schien / als trät er ein ins Paradies, das er verloren / schon gab. Es strahlte um ihn weiß das Küstenlicht. / "Der alte Traum vom Glück wird mir hier neu geboren".

Diese ersten Zeilen aus Erich Arendts Gedicht "Der Inselgarten" beschwören die Erleichterung und Freude jener deutschen Schriftsteller und Künstler herauf, die es auf der Flucht vor Hitler auf die ferne Insel Mallorca verschlug.

Harry Graf Kessler und Vigoleis Thelen ließen sich in Palma nieder. Andere, wie der Pazifist Heinz Kraschutzki, die Schriftsteller Karl Otten, Franz Blei und der Maler Rudolf Levy, bildeten im kleinen Fischerdorf Cala Ratjada eine kleine deutsche Künstlerkolonie. Sie alle wähnten sich auf der sonnigen Baleareninsel in Sicherheit. Doch Hitlers langer Arm reichte auch bis ins ferne Mallorca.

Literatur

Schriftsteller, die gehenIch ist ein Wanderer
Peter Handke beim Spaziergang auf der Insel Lido, Venedig 1982. (imago images / Andrea Merola)

Das Gehen dient ihnen als Schmiermittel des Denkens oder auch als Schleichpfad zur Selbstfindung. Ob Tomas Espedal, Peter Handke, Virginia Woolf oder Samuel Beckett – sie alle berichten, dass die Bewegung zu Fuß entscheidend ist für ihr Schreiben. Mehr

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