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Sonntagmorgen | Beitrag vom 03.09.2017

SchiffeTechnik und Traum

Von Olga Hochweis

Venedig gilt als einer der schönsten Kreuzfahrthäfen der Welt. Einige der Ozeanriesen sind höher als die Häuser von Venedig.  (imago/Reinhard Balzerek)
Venedig gilt als einer der schönsten Kreuzfahrthäfen der Welt. Einige der Ozeanriesen sind höher als die Häuser von Venedig. (imago/Reinhard Balzerek)

Schwer und unbeweglich wirken sie zu Lande, doch auf dem Wasser lässt ihr majestätischer Anblick staunen: Schiffe sind Wunderwerke der Technik genau so wie Vehikel für Sehnsucht und Symbolik.

Die nüchterne Definition des Brockhaus lautet "Größeres Wasserfahrzeug" – dabei war das Schiff immer schon sehr viel mehr als ein Transportmittel zur Fortbewegung auf dem Wasser. Noahs Arche wird zum Schutzort für Mensch und Tier. Die antike Mythologie begreift das Schiff als Fahrzeug des ägyptischen Sonnengottes Ra, der damit über den Himmel fährt. Dabei geht es bei diesen mythologischen Zugängen immer auch um "Reisen" im übertragenen Sinn. Im Spätmittelalter präsentiert eine Moralsatire namens "Narrenschiff" eine Typologie menschlicher Laster auf einer Schiffreise ins fiktive Narragonien.

Auch heute reisen viele Menschen gern mit dem Schiff; das belegt der anhaltende Boom von Kreuzfahrt-Reisen. Fernweh und die Sehnsucht nach fremden Ländern sind ein Grund dafür. Eine weitere Rolle spielt die Entschleunigung in Zeiten von Hektik und Streß - die Möglichkeit, den Blick schweifen zu lassen beim langsamen Dahingleiten über den Ozean.

Bereits der Barock-Komponist Francois Couperin beschreibt eine Schiffsreise, und in "Meeresstille und glückliche Fahrt" beschwört Mendelssohn die Verbindung zwischen dem Schiff und seinem Element, dem Wasser. Weitere musikalische Facetten des Themas liefert der Sonntagmorgen: von der griechischen Urversion des Klassikers "Ein Schiff wird kommen" bis hin zu Rod Stewarts Sehnsuchtsballade "Sailing".

Rätsel 1

Wir suchen einen Film aus dem Jahr 1960, dessen Titelmusik Sie gleich hören werden. Für dieses Lied gab es einen Oscar als bester Filmsong, erstmals wurde dieser Preis damals an einen fremdsprachigen Titel vergeben. Gesungen hat ihn Melina Mercouri, zugleich die Protagonistin des Films. Sie erhielt auch einen Preis als beste Darstellerin. Der Filmsong im griechischen Original heißt "Ta pedia tou pirea" – Die Kinder von Piräus, die deutsche Version wurde der vielgecoverte Erfolgstitel "Ein Schiff wird kommen".

Lösung: Gesucht wurde der Film "Sonntags … nie!, international lief er unter dem Titel "Never on Sunday" – eine Filmkomödie aus dem Jahr 1960 über die Beziehung zwischen einem amerikanischen Touristen und einer Prostituierten in Piräus. Regie führte Jules Dassin, der neben Melina Mercouri auch Hauptdarsteller war. Sie erhielt für die Rolle der Ilya bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis als beste Darstellerin. Sie sang auch den Titelsong "Ta pedia tou pirea" , der mit einem Oscar  als bester Filmsong ausgezeichnet.

Rätsel 2

An Bord eines Atlantik-Dampfers namens Antonio Delfino erlebte die älteste Radio-Sendung der Welt ihre Geburtsstunde. 1929 war das.  Und das Schönste: die Sendung läuft heute immer noch.  Wie sie heißt, das wollen wir von Ihnen wissen!

Lösung: Das Hamburger Hafenkonzert

Brillant oder Bullshit!? Das Wochenchaos #35-2017 Rückkehr des Copy-Königs

Was für ein Comeback! So sehnsüchtig erwartet! So umjubelt! Und so voller Demut und Bescheidenheit! KT zu Guttenberg ist zurück! Vor treuer CSU-Gefolgschaft erklärt er, was er alles gelernt hat, was er alles durchlitten hat, und das jetzt endlich auch mal gut ist. Denn eins ist klar: Abgekupfert wird nicht mehr. Und dass die beste Pointe seiner Rede genau so schon in der Zeitung stand - das muss wohl reiner Zufall sein. Der Copy-König ist wieder da.

Das "Sonntagmorgen"-Team erreichen Sie per E-Mail: sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de.
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Stichwort: Sonntagmorgen

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