RIAS Kammerchor Berlin: Konzertreihe „Überirdisches“

Der Klang der Sonne

Kosmische Darstellung der Sonne mit feurigen Eruptionswolken im dunklen Raum.
Die Sonnen ist das treibende Lebenselement auf der Erde und Inspirationsquelle vieler Künstler seit Jahrhunderten. © imago / Ikon Images / Ian Cuming
Moderation: Ruth Jarre · 26.11.2021
Das Konzert ist der Sonne gewidmet. Mit dabei der „Sonnengesang“ von Franz von Assisi. Diesen Hymnus auf den Lebenskreislauf vertonte die zeitgenössische Komponistin Sofia Gubaidulina für Violoncello, Chor und Schlagzeug - Höhepunkt der Sonnen-Musiken.
Die Sonne ist das Zentrum unseres Sonnensystems. Ohne sie wäre das Leben auf der Erde nicht möglich. Sie garantiert den Kreislauf des Lebens, von Tag und Nacht, den Wechsel der Jahreszeiten. Nicht nur die Wissenschaft, auch die Künste haben sich über Jahrhunderte immer wieder mit der Sonne beschäftigt.
So hinterließ zum Beispiel Franz von Assisi mit seinem „Sonnengesang“ einen berühmten Hymnus auf die Schöpfung und den Kreislauf von Leben und Tod, gesteuert durch den Lauf der Zeit und der Sonne. Die Komponistin Sofia Gubaidulina hat diese Verse in ein Werk für Violoncello, Chor und Schlagzeug verwandelt. Dieses Werk bildet das Zentrum des Programms vom RIAS-Kammerchor Berlin.

Atmosphäre eines Raumes gedreht

Diese Klänge verwandeln die ehemalige, recht nüchterne Industriehalle des Motorwerks Weißensee zu einer Art Kathedrale. Der Raum wird durch die Musik anders wahrgenommen.
Der Chor steht um verschiedene Schlagwerke und andere Instrumente gruppiert und singt in Richtung des Chefdirigenten Justin Doyle.
Der RIAS Kammerchor Berlin hat in dieser Saison kosmische Programme zusammengestellt und bietet am ersten Abend ein Programm rund um die Sonne.© RIAS Kammerchor Berlin / Ole Schwarz
Justin Doyle, Chefdirigent des RIAS Kammerchores Berlin, hat ein Programm zusammengestellt, das bei der Umkreisung des Planeten verschiedene Fragestellungen in den Blick nimmt.
Licht und Schatten, Leben, Tod und Ewigkeit, Mystik und Mathematik sind nur einige der Themenkomplexe, denen sich die Werke widmen. Ausgehend von „All the ends of the earth“ von Judith Weir über Benjamin Brittens „Hymne“ aus der Suite für Harfe und György Ligetis 16-stimmiges „Lux aeterna“ bis hin zu „Te lucis ante terminum“ von Thomas Tallis.
Der Cellist Leonard Elschenbroich spielt engagiert sein Instrument, während er von Instrumenten und Sängern umringt ist.
Leonard Elschenbroich übernahm den Violoncello-Part bei Sofia Gubaidulinas „Sonnengesang“.© RIAS Kammerchor Berlin / Ole Schwarz
Musik aus vier Jahrhunderten mit dem RIAS Kammerchor Berlin und seinen Gästen: Leonard Elschenbroich, Violoncello, Michael Weilacher, Daniel Eichholz und Jürgen Grözinger, Schlagzeug, sowie Liz Fréon, Harfe.

Live aus dem Motorwerk Berlin

Judith Weir

"All the Ends of the Earth" für gemischten Chor, Percussion und Harfe

Ferdinando di Lasso
"Orietur sicut sol"

Juan Pérez Bocanegra
Hanacpachap cussicuinin

Benjamin Britten
Hymn aus: Suite for Harp

György Ligeti
"Lux aeterna" für sechzehnstimmigen gemischten Chor a cappella

Karol Beffa
Éloge de l'ombre

Thomas Tallis
"Te lucis ante terminum"

Sofia Gubaidulina
"Sonnengesang" für Violoncello, Schlagzeug und Kammerchor

Liz Fréon, Harfe
Leonard Elschenbroich, Violoncello
Michael Weilacher, Schlagzeug
Daniel Eichholz, Schlagzeug
Jürgen Grözinger, Schlagzeug

RIAS Kammerchor Berlin
Leitung: Justin Doyle

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