Radikale Modernität

Bücher bald nur noch digital? Noch ist die Nachfrage nicht so hoch. © picture alliance / dpa / Arne Dedert
12.12.2011
E-Books sind in aller Munde. Dabei machten die digitalen Bücher 2010 gerade mal 0,5 Prozent am Umsatz der Buchbranche aus. Für 2011 wird mit einer Verdoppelung auf ein Prozent gerechnet, Tendenz steigend. Das erkennen auch die Verlage. Suhrkamp bringt jetzt eine digitale Version der Edition Suhrkamp auf den Markt.
Die ersten drei Bände der neuen Edition Suhrkamp digital kommen pünktlich zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt. Genau wie die ursprüngliche Edition, beschäftige sich auch die neue digitale Version mit aktuellen Themen, sagt Deutschlandradio Kultur-Redakteur René Aguigah: "Es ist der Versuch, die Idee der alten Edition Suhrkamp in die Jetztzeit zu übersetzen."

In den 60er-Jahren hatte der renommierte Verlag die Bücher in allen Farben des Regenbogens herausgebracht. Die Themen: sozialkritische, auch viele kommunistische Werke, Texte aus der gesellschaftlichen Debatte. "Die Edition stand für radikale Modernität, am Puls der Zeit sein", so Aguigah. Und das wolle man auch mit der digitalen Version erreichen.

In einem der neuen Bänder, die es übrigens auch klassisch als gedrucktes Buch zu kaufen gibt, gehe es beispielsweise um die Occupy-Bewegung. In dem Buch "Occupy. Eine Dokumentation" sind Texte und Reden aus den ersten Wochen der Anti-Wallstreet-Bewegung zu lesen.

Den vollständigen Beitrag können Sie bis zum 12. Mai 2012 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.
Mehr zum Thema