Seit 14:30 Uhr Kulturnachrichten
Freitag, 22.01.2021
 
Seit 14:30 Uhr Kulturnachrichten
Tagesprogramm Freitag, 11. Dezember 2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Klangkunst

Schwerpunkt: 100 Jahre Radio
Interferenzen
Koloniales Scheitern im Radio
Von meLê yamomo
Mit: Vincent Kuitenbrouwer, Harry van Biessum, Elizabeth Enriquez, Teilhard Paradela 
Übersetzung aus dem Englischen und deutsche Textregie: Giuseppe Maio
Konzept, Moderation, Komposition und Regie: meLê yamomo
Dramaturgie: Marcus Gammel und Teilhard Paradela
Ton: Jan Fraune
Archivmaterial: Netherlands Institute for Sound and Vision, Elizabeth Enriquez, Jaap Kunst Ethnomusicology Collection, Berliner Phonogramm Archiv
Besonderen Dank an: Erik Lucassen, Luis Olid, James Zipangan, Albrecht Wiedmann, Barbara Titus, Bart Barendregt, Paul Wilson (British Library)
Produktion: Deutschlandfunk Kultur / Elektronisches Studio der Akademie der Künste Berlin 2020
Länge: 50'
(Ursendung)

Radio als Instrument der Kolonialisierung: Ab 1927 installierten die Niederländer, Franzosen und Briten Radiosender in Südostasien. Wenig später startete die lokale Bevölkerung radiophone Gegenentwürfe. Ein Hörstück über globale Verständigung und deren Scheitern.

Dies ist ein Stück über das Scheitern.
Die Firma Philips strahlte 1927 die ersten Radiosendungen im niederländischen Ostindien aus. Wenig später gründeten die Franzosen ihre Radiosender in Indochina und die Briten starteten den Empire Service der BBC. Es dauerte nicht lange, bis die lokale Bevölkerung nachzog. Sultan Mangkunegaran VII von Solo in Java finanzierte die Solo Radio Company, die ab 1933 in javanischer Sprache sendete und traditionelle Musik aus Java übertrug. Da drahtlose Signale an keiner Grenze Halt machen, hörten die verschiedenen Kolonien in Südostasien bald die populäre Musik und die antikolonialen Stimmen ihrer Nachbarn. meLê yamomo sampelt Mitschnitte von historischen Radiosendungen aus Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Asien. Dabei lässt sich hören, wie globale Moderne und Kolonialisierung immer wieder über dieselben Fehler stolpern.

meLê yamomo, geboren 1980 in Manila, lebt inzwischen in Amsterdam und Berlin. Er unterrichtet, studiert und entwickelt Performances, Musik und Klang. yamomo ist Assistant Professor für Theaterwissenschaft an der Universität Amsterdam und Autor des Buches „Sounding Modernities“. Für sein Projekt „Sonic Entanglements“ erhielt er das Stipendium Veni Innovation Grant (2017-2021), das von der Niederländischen Forschungsorganisation NWO vergeben wird. In seinen Werken als Künstler-Wissenschaftler setzt sich yamomo mit Themen wie klanglicher Migration, queerer Ästhetik und post-/dekolonialen Akustemologien auseinander.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Tonart

Weltmusik
Moderation: Carsten Beyer

02:00 Nachrichten

03:00 Nachrichten

04:00 Nachrichten

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Morgen
Moderation: Dieter Kassel

05:30 Nachrichten

05:50 Aus den Feuilletons

06:00 Nachrichten

06:20 Wort zum Tage

Dominik Frey, Baden-Baden
Katholische Kirche

06:30 Nachrichten

07:00 Nachrichten

07:20 Politisches Feuilleton

Medizinische Forschung in Corona-Zeiten
Von Markus Grill

07:30 Nachrichten

07:40 Alltag anders

Weihnachtslichter
Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

In Argentinien macht Weihnachtsbeleuchtung keinen Sinn. Auf der berühmtesten Shoppingstraße Singapurs gibt es insgesamt 50 Kilometer LED-Lichterketten.  Auf dem Champs Elysees in Paris wird die Festbeleuchtung von bekannten Schauspielern eingeweiht.

07:50 Interview

Die Vakzine sind da - aber wie bringt man die Leute freiwillig zum Impfen?
Gespräch mit Dr. med. Heidrun Thaiss, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

08:00 Nachrichten

08:20 Neue Krimis

08:30 Nachrichten

08:50 Buchkritik

"Warhol ein Leben als Kunst" von Blake Gopnik
Rezensiert von Eva Hepper

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Im Gespräch

Autorin Stephanie Auras-Lehmann im Gespräch mit Katrin Heise
(Wdh. v. 21.06.2019)

„Heeme“ heißt das Buch von Stephanie Auras-Lehmann. Es ist die Geschichte ihrer Rückkehr in die brandenburgische Heimat. Sie hat dort eine Beratungsstelle gegründet: „Comeback Elbe-Elster“. Anfangs kam kaum jemand. Das hat sich geändert.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Lesart

Das Literaturmagazin
Moderation: Frank Meyer

"Tannen"
Ein etwas anderes Weihnachtsbuch von Wilhelm Bode

Mit Andri Snaer Magnason durch Island. Porträt
Von Marten Hahn

Buchkritik:
"Prager Hinterhöfe im Frühling" von Milena Jesenská
Rezensiert von Helmut Böttiger

Adventskalender 2020:
"Was man sät" von Marieke Lucas Rijneveld
Von Katja Bohnet

Buchhandlung Proust aus Essen empfiehlt...
Gespräch mit Beate Scherzer

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Vormittag
Moderation: Carsten Beyer

Die Filmkomponistin und Oscar-Preisträgerin Rachel Portman wird 60
Von Vincent Neumann

Das muss man gehört haben ... oder auch nicht: Pop
Von Claudia Gerth

Zurückgespult - Die Woche in der Musik
Von Christoph Möller

11:30 Musiktipps

11:45 Unsere roc-Ensembles

Was sagt uns die Idee der Romantik heute noch?
Gespräch mit Sylvain Cambreling

12:00 Uhr

Nachrichten

12:05 Uhr

Studio 9 - Der Tag mit ...

Heiner Flassbeck, Wirtschaftswissenschaftler
Moderation: Anke Schaefer

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Länderreport

Moderation: Heidrun Wimmersberg

Grün-Schwarz will nicht mehr warten
Baden-Württemberg verschärft den Lockdown
Gespräch mit Katharina Thoms

Vielfalt Fehlanzeige
Kaum Migranten in der Berliner Verwaltung
Von Luise Sammann

Kampf gegen Wohnungsleerstand
Berlin wehrt sich gegen Spekulanten
Von Manfred Götzke

Anspruch und Wirklichkeit
Berlin will "Vorreiter für Innovation" sein
Von Wolf-Sören Treusch

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Kompressor

Das Popkulturmagazin
Moderation: Max Oppel

"The Book of Homelessness"
Obdachlose erzählen ihre eigenen Geschichten
Von Natalie Klinger

Das Lesen der Anderen:
Theater der Zeit - über Theater und Polizei
Gespräch mit Christine Wahl

14:30 Kulturnachrichten

Von Susanne Balthasar

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Tonart

Das Musikmagazin am Nachmittag
Moderation: Vivian Perkovic

Folklore Teil II?
Überraschungsalbum von Taylor Swift erscheint heute
Gespräch mit Elissa Hiersemann

If I can make it there
Die Bedeutung Deutschlands für südafrikanische Musiker
Von Jeremy Loops

Keine Angst vor Folklore-Kitsch
Sigur Rós „Odin’s Raven Magic“
Von Laura Aha

Das muss man gehört haben ... oder auch nicht: Pop
Von Claudia Gerth

Zurückgespult - Die Woche in der Musik
Von Christoph Möller

15:30 Musiktipps

15:40 Live Session

Juno Lee aus Berlin

16:00 Nachrichten

16:30 Kulturnachrichten

Von Susanne Balthasar

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Studio 9

Kultur und Politik am Abend
Moderation: Julius Stucke

17:30 Kulturnachrichten

Von Susanne Balthasar

18:00 Uhr

Nachrichten

18:05 Uhr

Wortwechsel

BDS-Resolution des Bundestags
Zensur von Kultur und Wissenschaft?

Es diskutieren: 
- Prof. Susan Neiman, Direktorin des Einsteinforums Potsdam
- Prof. Barbara Stollberg-Rilinger, Rektorin des Wissenschaftskollegs Berlin
- Prof. Wolfgang Bock, Staats- und Verfassungsjurist an der Universität Gießen, Vorsitzender des Vereins Scholars for Peace in the Middle East Deutschland e.V.
- Dr. Felix Klein, Beauftragter des Bundes für jüdisches Lebens in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus

Moderation: Monika von Bebber

Eine Initiative öffentlicher Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen kritisiert die BDS-Resolution des Deutschen Bundestags und versteht sich als Verteidigerin von "Weltoffenheit". Im Mai 2019 hatte sich der Bundestag fraktionsübergreifend darauf verständigt, keine Organisationen oder Projekte mit öffentlichen Geldern zu fördern, die dem Hass auf Juden Vorschub leisten und das Existenzrecht Israels infrage stellen. Eine Mehrheit der Abgeordneten des Bundestages forderte die Bundesregierung mit der Resolution dazu auf, Veranstaltungen der BDS-Bewegung, die zum Boykott israelischer Waren, Dienstleistungen, Künstler, Wissenschaftler und Sportler aufruft, oder von Gruppierungen, die die Ziele der BDS-Bewegung aktiv verfolgen, nicht mit Bundesmitteln zu unterstützen. 

Im "Wortwechsel" von Deutschlandfunk Kultur diskutieren wir über die Auswirkungen der BDS-Resolution des Bundestags und die Gefahren, die von der BDS-Bewegung und anderen Gruppierungen, die deren Ziele verfolgen, für den Staat Israel ausgehen.

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat"

Ephraim Eitam
Proteste gegen den rechten Kandidaten für Yad Vashem
Von Igal Avidan

Kinder erhalten Bücher per Post
Die "PJ Library" nun auch in Deutschland
Von Andrea Schwyzer

19:30 Uhr

Zeitfragen. Literatur

"Mehr Tränen als je ein Kind verstand"
Die irische Schriftstellerin Edna O'Brien
Von Thomas David

Ihr Debüt wurde 1960 in Irland öffentlich verbrannt. Inzwischen gilt O'Brien als eine der wichtigsten Stimmen der irischen Literatur.

Ihr 1960 erschienenes Debüt „Die Fünfzehnjährigen“ wurde in Irland öffentlich verbrannt und aus Buchhandlungen und Bibliotheken verbannt. Inzwischen ist der Roman, mit dem die am 15. Dezember 1930 im County Clare geborene Edna O’Brien ihre Erkundung der weiblichen Sexualität in einer restriktiven patriarchalen Gesellschaft begann, einer der einflussreichsten Klassiker der modernen irischen Literatur. Von Kollegen wie Philip Roth und Ian McEwan bewundert und von jüngeren Autoren wie Eimear McBride und Andrew O’Hagan hochverehrt, gilt O’Brien seit Veröffentlichung ihrer jüngsten Romane „Die kleinen roten Stühle“ und „Das Mädchen“ auch im deutschen Sprachraum als Grande Dame der englischsprachigen Gegenwartsliteratur.
Thomas David hat die seit 1958 im englischen Exil lebende Schriftstellerin in den vergangenen Jahren wiederholt in London besucht und ausführlich zu ihrem Leben und Werk befragt. Zu Edna O‘Briens 90. Geburtstag zeichnet er das Porträt einer der unerschrockensten Autorinnen ihrer Generation.

20:00 Uhr

Nachrichten

20:03 Uhr

Konzert

Debüt im Deutschlandfunk Kultur
Philharmonie Berlin
(Wdh. v. 12.10.2018)

Olivier Messiaen
“Les offrandes oubliées”, Méditation symphonique für Orchester

Sergej Prokofjew
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur op. 19

ca. 20.45 Konzertpause
Marei Ahmia im Gespräch mit den Debütanten

Witold Lutosławski
Konzert für Violoncello und Orchester

Maurice Ravel
“Ma mère l’oye”, Ballettsuite für Orchester

Andrea Obiso, Violine
Jay Campbell, Violoncello
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Marie Jacquot

22:00 Uhr

Nachrichten

22:03 Uhr

Musikfeuilleton

Im Exil des Vergessens
Die Komponistin und Pianistin Maria Herz (1878-1950) 
Von Georg Beck

Sie war eine Frau, die Großes vorhatte in ihrem Leben. Sie liebte die Musik. Sie wollte Komponistin werden - in einer Männerwelt. Eine Hürde, die sie gemeistert hat! Mit Fleiß, mit Begabung - und mit einem Trick: 1926 setzt sie vor ihren Namen den ihres verstorbenen Ehemannes: Albert Maria Herz. Dann aber tauchte ein Gegner auf, dem diese Frau, diese Musikerin nicht gewachsen war. Maria Herz war Jüdin. 1935 verlässt sie ihre Geburtsstadt Köln, irrt durch ein nazivergiftetes Land. Das englische Exil rettet sie - und lässt sie als Komponistin verstummen.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
Moderation: Sigrid Brinkmann

Hate not found
Tagung zu Rechtsextremen und social-media-Nutzung
Gespräch mit Philipp Schnee

Was will das Publikum im Theater Oberhausen sehen?
"Horrorkomödien!"
Gespräch mit Stefan Keim

23:30 Kulturnachrichten

Von Frederick Wyrwich

23:50 Kulturpresseschau

Von Ulrike Timm

Dezember 2021
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