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Samstag, 10.10.2026

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    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Künstlerische Architektur, inspiriert von Natur und Christentum
    Die Lange Nacht über Antoni Gaudí
    Von Étienne Roeder
    Regie: der Autor

    Mit seinen Gebäuden wollte Antoni Gaudí Kunstwerke schaffen - mit der Kathedrale in Barcelona ist es ihm gelungen.

    Als ihn am 7. Juni 1926 eine Straßenbahn zu Boden stößt, will kein Taxifahrer den zerlumpten Alten mitnehmen. Er stirbt im Hospital der Armen. Erst dort erkennt man: Es ist Antoni Gaudí, der Architekt der einzigartigen Kathedrale in Barcelona, der „Sagrada Família“. Hundert Jahre später, am 10. Juni 2026, weiht ein Papst den Christusturm seiner von Nachfahren vollendeten Kirche. Das Kreuz auf der Spitze leuchtet seither jede Nacht über das Mittelmeer wie ein Leuchtturm. Davor liegt ein Leben, das Höhen und Tiefen kennt: die Kupferschmiede seines Vaters, in der er als rheumakrankes Kind lernt, wie aus flachem Blech runde Welten werden können; einen Verlobungsring am Finger der einzigen Frau, die er je wollte; Häuser wie Drachenrücken, Fassaden wie Kleckerburgen und ein Park voller verschlüsselter Botschaften; Rückschläge und eine Fastenkrise - und ein Priester, der dem Verhungernden eine Mission gibt: „Dein Werk soll Nahrung sein“. Dann Dynamit in den Fundamenten, zerschlagene Gipsmodelle, von treuen Händen vergraben. Und eine Nachwelt, die aus den Scherben weiterbaut, mit Computern, deren Logik Gaudí vorausgedacht hat. Die Lange Nacht reist in seine Kindheit, steigt auf die Dächer seiner von manchen als "grässliche Knollen" verunglimpften Häuser und hinab in die Krypten seiner schönsten Kirchen. Sie sucht das Gespräch mit dem Chefarchitekten, der die „Sagrada Familia“ vollendet hat, mit Theologen und einem Priester-Detektiv, mit einem deutschen Mosaikkünstler, einer Hospizgründerin aus Anatolien und einem alten Mann am Absperrgitter, der als Kind an der Ampel Almosen für diese Kirche sammelte. Eine Lange Nacht über einen Mann, der wie ein Bettler starb und der Welt Gebäude hinterließ, die wie die Bibel zu einer immer neuen Lektüre einladen.

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded
    Musikfest Bremen
    Stadtpfarrkirche St. Antonius, Papenburg
    Aufzeichnung vom 25.08.2026

    Johann Sebastian Bach
    Passacaglia c-Moll BWV 582
    aus den Leipziger Chorälen: An Wasserflüssen Babylon BWV 653
    aus der Clavier-Übung 3. Teil: Christ, unser Herr, zum Jordan kam BWV 684

    Felix Mendelssohn Bartholdy
    Ouvertüre zum Oratorium "Paulus" op. 36 (bearbeitet von William T. Best)

    Louis Vierne
    aus den "24 Pièces de Fantaisie" op. 53/2 - "Clair de lune"

    Franz Liszt
    Fantasie und Fuge über den Choral "Ad nos, ad salutarem undam"

    Jan Liebermann, Orgel

    (Wdh. v. 17.09.2026)

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Glücksspiel als Passion
    Wer spielt, ist des Teufels
    Von Peter Dittmar
    Deutschlandfunk 1970
    Vorgestellt von Isabella Kolar

    Überall auf der Welt wird gespielt, ob im Sozialismus, oder im Kapitalismus, ob erlaubt oder verboten. Und es spielen nicht nur die kleinen Leute. Wer träumt nicht davon, einmal durch das große Los zu Glück und Reichtum zu kommen? Aber verdirbt Geld nicht den Charakter? Ist es mehr Spielleidenschaft oder doch der Spielteufel, der uns treibt? Und: Warum glauben die Menschen, ihr Glück mit Hilfe des Spiels zu erlangen?

    Das Spiel mit dem Glück kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Die Faszination von Wahrscheinlichkeiten und eigenem Glück ist kein modernes Phänomen - und es war schon immer ein beliebter Zeitvertreib der Menschen. Auch wenn es in den Anfängen des Spielens noch nicht so ausgeklügelte Varianten gab wie heute, lassen sich doch gewisse Gemeinsamkeiten beobachten. Vor mehr als 5.000 Jahren wurde vermutlich das erste Glücksspiel erfunden. Erste Würfel wurden in China aus dem Jahr 3000 v. Chr. gefunden. Ebenso wie das Glücksspiel selbst können auch entsprechende Verbote und Einschränkungen auf eine lange Historie zurückblicken. Schon im 4. Jahrhundert v. Chr. gab es erste Vorstellungen davon, wie das Glücksspiel eingeschränkt und besteuert werden sollte.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation. Ramona Westhof

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Prälat Stefan Dybowski, Berlin
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:50 Uhr   1001 Nacht

    Nacht 115/121: Eine verstörte Ente

    Eine angsterfüllte Ente trifft auf eine freundliche Pfauenhenne. Sie fordert die Ente auf, ihre Sorgen zu teilen. Die hat Angst vor Menschen: Nicht Fische, noch Vögel, nicht einmal Insekten sind vor ihnen sicher! Frau Pfau beruhigt: hier gibt es keine.

    Nach der Neuübersetzung von Claudia Ott
    Auswahl der Geschichten: Safiye Can
    Hörspielbearbeitung und Storytelling: Judith Lorentz, Roxana Samadi
    Mit Roxana Samadi, Jasmin Shakeri, Susana AbdulMajid
    Besetzung: Kathi Bonjour
    Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt, Delia Lang
    Expertin für Arabisch: Heba Tebakhi
    Übersetzung und philologische Beratung: Claudia Ott
    Copyright der Übersetzung: Verlag C. H. Beck
    Nach der arabischen Edition von Muhsin Mahdi
    Redaktionelle Mitarbeit: Matthias Karow
    Komposition und Musik: Philipp Johann Thimm
    Weitere Musik: Roshanak Rafani an Daf und Tombak, Bendir und Nabil Arbaain an der Oud
    Ton: Andreas Stoffels, Alexander Brennecke, Susanne Beyer
    Disposition: Dagmar Goyk
    Regie: Judith Lorentz
    Dramaturgie: Sabine Küchler, Julia Tieke
    Deutschlandfunk 2026

    Schahrasad erzählt um ihr Leben - und wir hören zu. Die Geschichten des Literaturklassikers „1001 Nacht“ führen uns zu Verliebten und Verrückten, Meereswesen und sprechenden Tieren. Nach Bagdad, Persien und China. Und mitten ins Leben.

    Alle Folgen, Informationen und Gespräche unter:
    deutschlandfunk.de/tausendundeinenacht

  • 09:00 Uhr

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  • Nationalstolz - Brauchen wir einen positiven Patriotismus?

    Gäste: Dominik Wullers, Referent bei der Ständigen Vertretung der BRD bei der NATO und Autor
    - und Güner Balci, Integrationsbeauftragte in Berlin Neukölln

    Moderation: Vladimir Balzer

    Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    Kann man Deutschland lieben, ohne andere Länder abzuwerten? Was verbindet uns als Gesellschaft - und wie könnte ein inklusiver Patriotismus aussehen? Wo endet Verbundenheit und beginnt Nationalismus? Diskutieren Sie mit.

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Live von der Frankfurter Buchmesse
    Moderation: Christian Rabhansl

    Gäste:
    Julia Ebner: "Von Fitness zu Faschismus: Gefahren extremer Männlichkeit" (Suhrkamp)
    und
    Christina Clemm: "Ein ungehaltenes Plädoyer" (Hanser Berlin)

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Dr. Ursula Weidenfeld, Journalistin
    Moderation: Julius Stucke

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live von der Frankfurter Buchmesse
    Moderation: Wiebke Porombka und Christian Rabhansl

    Gäste:
    ab 13:05
    Shida Bazyar "Die Lücken"
    und
    Max Czollek "Zweifelssohn"

    ab 14:05
    Paula Fürstenberg "Niewiedervereinigung. 100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit"
    und
    Marieke Reimann "Zweite Wende. Warum Ostdeutschland uns alle angeht"

    ab 15:05
    Kerstin Preiwuß "Wir alle"
    und
    Isabel Schayani "Unwahrscheinliche Freundschaften. Sechs Geschichten gegen den Hass"

    14:00 Uhr  
    Nachrichten
    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Anne-Sophie Schmidt

    Bitte recht ausladend: die Hüte ist Trend
    Von Matthias Finger

    Alles von hier? Wie eine Designerin an einer deutschen Jacke scheiterte
    Gespräch mit Esther Perbandt

    Lesbischer Chic - wie man sich queer und gut kleidet
    Gespräch mit Jo Meyer

    Flucht bei Nacht - Folge 1 - Die Frau, die Menschen verschwinden lässt
    Von Andreas Hartmann

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Von der Frankfurter Buchmesse
    Ökonomin Isabella M. Weber im Gespräch mit Susanne Führer
    „Antifaschistische Wirtschaftspolitik“

    Demokratie und Ökonomie gehören zusammen gedacht, sagt die Ökonomin Isabella M. Weber. Alle müssten ihren Lebensunterhalt frei und in Würde bestreiten können. New Yorks Bürgermeister Mamdami mache vor, dass mit diesem Programm Wahlen gewonnen werden.

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Das Gewehr lebt
    Von Irmgard Maenner
    Regie: Judith Lorentz
    Deutschlandradio Kultur 2006

    (Wdh. am 11.10.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk)

    Der Moment, in dem ein Mensch zum ersten Mal in seinem Leben eine Schusswaffe hält, ist ein ganz besonderer. Welche Beziehung gehen Menschen zu ihren Waffen ein? Und was macht die Waffe mit den Menschen?

    „Das Gewehr lebt“, sagt der Mann auf dem Schießplatz. Es ist ein Wesen, dem er sich zuwendet und das reagiert. Die Waffe lebt in den Köpfen. Jeder kennt ihre Geräusche und die zugehörigen Haltungen, das Schießen im Liegen, im Knien oder aus der Hüfte. Einzelkämpfer und Kommissarinnen im Film sind bewaffnet. Vielleicht ist der Nachbar es auch. Irmgard Maenner schoss selbst mit Klein- und Großkaliber und porträtiert Menschen, die eine besondere Beziehung zur Schusswaffe haben. Welche Vorstellungen bewegen sie? Und: Was verändert das Schießen in unseren Köpfen?
    „Das Gewehr lebt“ wurde 2007 mit dem Featurepreis der Stiftung Radio Basel ausgezeichnet.

    Irmgard Maenner, geboren 1959 in Waldsassen (Bayern), lebt als Autorin in Berlin und schreibt Prosa, Hörspiele, Features. Zuletzt „Lichtbogen“ (Deutschlandradio Kultur 2014), „Teure Schwalben“ (Deutschlandfunk Kultur 2019, Hörspiel des Monats).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Festival d‘Aix-en-Provence
    Théâtre du Jeu de Paume
    Aufzeichnung vom 12.07.2026

    Francesco Filidei
    "Accabadora", Kammeroper in einem Akt
    Libretto: Francesco Filidei und Manuelle Mureddu nach der Novelle "Accabadora" von Michela Murgia

    Tzia Bonaria Urrai - Noa Frenkel, Alt
    Maria - Rachel Masclet, Sopran
    Nicola Bastiu - Lodovico Filippo Ravizza, Bariton
    Andria Bastiu - Hugo Brady, Tenor
    Maestro Luciana, Giannia Bastiu, eine Stimme - Victoire Bunel, Sopran
    Santino littorra, Antonio Vargiu, Dottor Mastinu - Francesco Leone, Bass
    Chor - Camille Primeau, Mezzosopran
    Chor - Olga Siemienczuk, Sopran
    Chor - Lovro Korošec, Bariton
    Orchestre de l’ Opéra National de Lyon
    Leitung: Lucie Leguay

  • Isaac Albéniz
    "Iberia"

    Lorenzo Soulès, Klavier

    Deutschlandfunk Kultur / bastille musique 2026

    Drei Jahre hat sich der junge französische Pianist Lorenzo Soulès in "Iberia" vertieft - als Mentorin hatte er die spanische Pianistin Alicia de Larrocha an seiner Seite.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    u.a. Berichte von der Frankfurter Buchmesse

    Manfred Zapatka als "King Lear" am Residenztheater München
    Gespräch mit Christoph Leibold

    "Die Verwandlung": Opern-Uraufführung von Gordon Kampe in Augsburg
    Gespräch mit Jörn Florian Fuchs

    Ausstellung "Wochenkinder in der DDR" in Gera
    Von Henry Bernhard