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Samstag, 21.03.2026

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Unter Strom und zwischen Welten
    Eine Lange Nacht für die Literatur des Donauraums
    Moderation: Maike Albath und Jörg Plath
    Regie: Hans Dieter Heimendahl

    "Unter Strom und zwischen den Welten": Die Schwerpunkt-Reise der diesjährigen Buchmesse führt die Donau hinab und stöbert spannendes literarisches Treibgut auf, das im Literatursalon des Deutschlandradios in angenehmer Weise präsentiert wird: in Gesprächen mit den Autor*innen (z.T. mit Übersetzungen), mit Kostproben aus den Werken und schwungvoller Musik.

    Die Verschiedenheit der literarischen Welten am Fluss und die Vielfalt ihrer Themen und Formen führt eine Auswahl im Literatursalon des Deutschlandradios im Zimeliensaal im Grassi Museum vor Augen und Ohren: der aus Kroatien stammende Friedenspreisträger der Buchmesse Miljenko Jergovic ist dabei zu Gast, der mit seinem jüngsten Buch zurückkehrt zum Kriegsalltag in Sarajevo, von dem zu erzählen ihn als Autor berühmt gemacht hat („Das verrückte Herz. Sarajevo Marlboro Remastered“).
    Zentrale Themen Südosteuropas wie Flucht, Migration und Zusammengehörigkeit hat der ungarische Autor András Visky in seinem großen Roman „Die Aussiedlung gestaltet. Vor und während des Zweiten Weltkriegs haben Zehntausende Deutsche Zuflucht im Donauraum gesucht, deren Schicksal die Historikerin Marie-Janine Calic nachzeichnet („Balkan-Odyssee 1933-1941: Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa“). Weitere Autorinnen und Autoren sind angefragt.
    Kostproben aus den Werken werden von Schauspielern präsentiert, die Gespräche auf Deutsch geführt oder übersetzt, der Abend musikalisch schwungvoll geerdet. Eine Veranstaltung des Musikinstrumentenmuseums und der „Langen Nacht“ des Deutschlandradios.

    01:00 Uhr  
    Nachrichten
    02:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Klassik reloaded
    Nikolaisaal, Potsdam
    Aufzeichnung vom 14.02.2026

    Bohuslav Martinů
    Sinfonietta “La Jolla”

    Astor Piazzolla
    “Oblivion” für Oboe und Streichorchester

    Johann Sebastian Bach
    Konzert für Cembalo, Streicher und Basso contuinuo d-Moll BWV 1052

    Keith Jarrett
    Adagio für Oboe und Streichorchester

    Joseph Haydn
    Sinfonie Nr. 96 D-Dur “The miracle”

    Giorgi Gigashvili, Klavier
    Kammerakademie Potsdam
    Leitung und Oboe: François Leleux
    (Wdh. v. 22.02.2026)

  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Halbstark!
    RIAS Berlin und Rundfunk der DDR 1956-1960
    Vorgestellt von Ralf Bei der Kellen

    Berichte über die rebellische Jugend in den 1950er-Jahren.

    Mitte der 1950er-Jahre schwappte ein neues Lebensgefühl von den USA nach Deutschland. Die Jugendlichen, die sich damit infizierten, nannte man hierzulande abschätzig „Halbstarke“. Die vor allem männlichen Angehörigen dieser Subkultur erhielten ihre Inspirationen aus Filmen wie „Saat der Gewalt“ und „… denn sie wissen nicht, was sie tun“ mit James Dean. Musikalische Vorbilder waren Bill Haley und Elvis Presley. Diese Jugendbewegung, die nicht selten ein Protest gegen fehlende Treffpunkte war und die von manchen als Vorläufer der späteren 68er gesehen wird, bereitete Bürgern wie Regierenden in Ost und West schlaflose Nächte.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Mit Buchkritik
    Moderation: Ute Welty

    06:20 Uhr   Wort zum Tage

    Pfarrer Eberhard Hadem, Roth
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr  
    Nachrichten
    07:00 Uhr  
    Nachrichten
    07:30 Uhr  
    Nachrichten
    08:00 Uhr  
    Nachrichten
    08:30 Uhr  
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörerinnen und Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Live von der Leipziger Buchmesse

    Gäste: Ulrike Herrmann und Wolfgang Kaleck
    Moderation: Christian Rabhansl

    Aggression, Gewalt und die unverhohlene Gier nach Macht scheinen die Prinzipien einer neuen Weltordnung zu sein. Die Journalistin Ulrike Herrmann („Geld als Waffe. Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet“) und der Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck („Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren“) diskutieren über Krieg, Geld und Völkerrecht. Was muss Europa tun, um an Frieden und Recht festzuhalten?

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Mirna Funk, Schriftstellerin
    und
    Armin Nassehi, Soziologe
    Moderation: Korbinian Frenzel
    Live von der Leipziger Buchmesse

    Antisemitismus - Gift ohne Gegengift?
    Hass auf Juden ist allgegenwärtig, von allen politischen Seiten. Was sind die Gründe dafür in unserer Gesellschaft? Damit hat sich der Soziologe Armin Nassehi auseinandergesetzt und trifft im Deutschlandfunk Kultur-Gespräch von der Leipziger Buchmesse auf die Schriftstellerin Mirna Funk. Sie lebt seit 2024 in Tel Aviv, pendelt aber regelmäßig nach Berlin. Ihr neuer Roman „Balagan“ (Hebräisch "Chaos") spielt in beiden Städten. Das Buch erzählt eine jüdische Familiengeschichte und vom Erbe einer millionenschweren Kunstsammlung.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live von der Leipziger Buchmesse
    Moderation: Miriam Zeh und Christian Rabhansl

    ab 13:05
    Zusammenleben in Deutschland
    Gäste: Jana Hensel und Lukas Rietzschel

    Eine Kleinstadt am Rande der Republik: In "Sanditz“ erzählt Lukas Rietzschel ein deutsches Panorama vom Ende der DDR bis in die Gegenwart. Seine Figuren scheitern, beginnen neu, und suchen Zugehörigkeit in unsicherer Zeit. Die Journalistin Jana Hensel beschreibt in ihrem Reportagebuch "Es war einmal ein Land", wie die ostdeutsche Gesellschaft sich verändere und von der Demokratie verabschiede. Sie warnt: Wir sollten vorbereitet sein.

    ab 14:05
    Das Patriarchat abschaffen
    Gäste: Yade Yasemin Önder und Antje Schrupp

    Gilt endgültig das Recht des Stärkeren? Yade Yasemin Önder beschreibt in ihrem Roman "Anti Müller" mit Witz und in poetischer und kraftvoller Sprache die hartnäckigen Reste eines Patriarchats unter der Oberfläche einer scheinbar modernen Gesellschaft. Politikwissenschaftlerin Antje Schrupp argumentiert in ihrem Buch "Postpatriarchales Chaos": Die Rückkehr der Gewalt beweise nicht die Macht des Patriarchats, sondern sei ein Anzeichen für dessen Ende. Freiheit sei nur mit Feminismus zu erreichen.

    ab 15:05
    Preppen für den Weltuntergang
    Gäste: Navid Kermani und Ben Knight

    Was tun, wenn scheinbare Gewissheiten verschwinden und sich die vertraute Welt auflöst? Navid Kermani untersucht in seinem Roman "Sommer 24", wie Menschen mit der profunden Erschütterung der Wirklichkeit umgehen. Der Journalist und Dokumentarfilmer Ben Knight hat für sein Buch "Wir müssen alle sterben. Kuriose Begegnungen mit Menschen in Vorbereitung auf die Endzeit" Personen getroffen, die sich auf die Apokalypse vorbereiten: Wie stellt man sich auf das große Ende ein?

    14:00 Uhr  
    Nachrichten
    15:00 Uhr  
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Mandy Schielke

    Vom Ich zum Wir Folge #3 - Noch ein Versuch: Wiedersehen

    Wiedersehen um loszulassen - wie eine einst Geflüchtete Syrien heute erlebt
    Gespräch mit Samaa Mahmoud

    Analoge Renaissance oder warum junge Leute wieder CDs brennen
    Von Christine Watty

    Live on Tape:
    Begegnung mit Wiedergänger - was Matthias Dell mit Matthias Dell verbindet
    Gespräch mit Matthias Dell

    Treffen aus Leidenschaft - in New York kommen monatlich Kakteenfreunde zusammen
    Von Vivien Schütz

    Serie (19) - Die Frau in Blau - Minibar
    Von Mariola Brillowska

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • Themen des Tages
    Moderation: Julius Stucke

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Muss Strafe sein?
    Teil 2: Verletzung, Vergeltung, Alternativen
    Von Johanna Bentz
    Regie: die Autorin
    Mit: Lisa Hrdina, Andreas Döhler, Martin Bretschneider und Antje Gentzmann
    Musik: Matthias Klein
    Ton: Hermann Leppich
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: 53'26
    (Ursendung)

    Wdh. am 22.03.2026, Deutschlandfunk, 20.05 Uhr

    Wann ist welche Strafe sinnvoll? Im zweiten Teil dieses Doppelfeatures begleitet die Autorin einen Vergewaltigungsprozess, geht der Geschichte des Strafens nach und wird Zeugin eines Täter-Opfer-Ausgleichs.

    Manche Wunden heilen nie ganz. Viktoria musste eine Vergewaltigung erleiden und steht kurz vor dem Prozess gegen den Täter. Wie kann ihr Leiden gemildert werden und wie wirksam ist das Instrument der Strafe gegen zukünftige Taten? Das hängt auch davon ab, wer und was hinter der Rechtsordnung steht. Denn Strafen ist nie ganz objektiv - immer spielen historisch wechselnde Moralvorstellungen und Machtverhältnisse eine Rolle. Vielleicht muss Strafe aber auch nicht immer sein? Am Ende der Recherche stehen Beispiele dafür, wie sich die Beteiligten einer Straftat untereinander einigen können.

    Johanna Bentz, geboren 1982, studierte Regie für Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit 2012 arbeitet sie als Autorin und Regisseurin für Film und Radio. Sendungen und Filme u.a.: „Crisis what crisis“ (Essayfilm über Griechenland, 2015), „Die Verführungskünstler“ (Dokumentarfilm 2012), „Corona Talks - Zufallsgespräche aus dem Lockdown“ (WDR 2020).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Oper

    Bayerische Staatsoper
    Aufzeichnung vom 08.02.2026

    Charles Gounod
    "Faust", Oper in fünf Akten
    Libretto: Jules Barbier und Michel Carré

    Faust - Jonathan Tetelman, Tenor
    Méphistophélès - Kyle Ketelsen, Bariton
    Marguerite - Olga Kulchynska, Sopran
    Valentin - Florian Sempey, Bariton
    Wagner - Thomas Mole, Bariton
    Siebel - Emily Sierra, Mezzosopran
    Marthe Schwerdtlein - Dshamilja Kaiser, Mezzosopran
    Chor und Orchester der Bayerischen Staatsoper
    Leitung: Nathalie Stutzmann

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Marietta Schwarz

    "Das Leiden anderer betrachten“ nach dem Essay von Susan Sontag in Köln
    Gespräch mit Christoph Ohrem

    Erstmals in Deutschland: Serebrennikows "Nurejew" am Staatsballett in Berlin
    Gespräch mit Elisabeth Nehring

    Dorian Dreher inszeniert in Weimar Korngolds Oper "Die tote Stadt"
    Gespräch mit Uwe Friedrich