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Freitag, 08.09.2017

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Klangkunst

    documenta 14: Every Time A Ear di Soun
    Based on a True Story, Chapter IX
    Von Rashad Becker
    Produktion: documenta 14/ Deutschlandfunk Kultur 2017
    Länge: 45‘43
    (Ursendung)

    Tondokumente aus dem Deutschen Herbst dienen als Muster für synthetisch erzeugte Signale.

    ‚Based on a True Story‘ ist ein Werkzyklus, der aus historischen Begebenheiten und Prozessen mit erheblicher Nachwirkung auf die jüngste Gesellschaftsgeschichte Partituren entwickelt. ‚Chapter IX‘ nutzt Aufzeichnungen von Ereignissen, die zwischen 1975 und 1977 stattfanden. Diese Ton-Dokumente dienen als Muster für synthetisch erzeugte Signale, die Klangattribute verschiedener Idiome der Radiosendung in idealisierter Form übernehmen. Ausgehend von der Annahme, dass diese Art des Dokumentierens nicht weniger legitim ist als jede andere, entsteht eine hyperreale Radiokomposition.

    Rashad Becker, geboren 1970, ist Musiker und Komponist. Zahlreiche Kompositionen für Radio, Theater, Kunstwerke und Installationen. Seine Arbeiten befassen sich unter anderem mit den Darstellungen von Lohnarbeit, Kausalität (Wirklichkeit), Klangprinzipien, wechselseitiger Abhängigkeit von Inhalt und Form, sensorischer Deprivation (dem Entzug von Sinneseindrücken), akustischer Einteilung des öffentlichen Raums, Geld und ökonomischer Identität.

    Mit dem Zyklus "traditional music of notional species" schuf er ein akustisches Narrativ basierend auf den Soziogrammen fiktionaler Populationen.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Weltmusik
    Moderation: Carsten Beyer

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Liane von Billerbeck

    u. a. Kalenderblatt
    Vor 50 Jahren: Das Europäische Operationszentrum für Weltraumforschung ESOC wird eröffnet

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Alltag anders

    Schlange stehen
    Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

    07:50 Uhr
    Interview

    Weltpremiere des WDR-TV-Films "Krieg" beim Internationalen Film Festival Venedig
    Gespräch mit dem Hauptdarsteller Ulrich Matthes

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Neue Krimis

    "Giftflut" von Christian von Dittfurth
    Vorgestellt von Thomas Wörtche

    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Der ehrenamtliche "Süpermann" von Neukölln
    Britta Bürger im Gespräch mit Kazım Erdoğan, Diplom-Psychologe und Sozialarbeiter

    Einhundert Mark in der Tasche, kein einziges deutsches Wort im Gepäck - so kam Kazım Erdoğan im Winter 1974 aus der Türkei nach Deutschland. Beim Kauf der Zugfahrkarte nach Westberlin half ihm am Ende ein Landsmann, und damals versprach sich der 21-Jährige: Wenn ich Deutsch gelernt habe, dann helfe ich anderen. Die Begegnung am Münchner Hauptbahnhof war der Beginn eines ehrenamtlichen Engagements, das seit mittlerweile 43 Jahren anhält. Der Psychologe und Sozialarbeiter und Träger des Bundesverdienstkreuzes hat die erste Selbsthilfegruppe für türkischstämmige Männer in Berlin-Neukölln gegründet. Mit Mitte sechzig und offiziell schon in die Rente verabschiedet, setzt er sich unermüdlich für Frauen- und Kinderrechte ein; er nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Integration in Deutschland geht oder um die politische Lage in der Türkei. Dazu engagiert er sich Tag und Nacht für die Bewohner seines Viertels.

    Über die Umstände, die es braucht, um einen türkischen Mann zum Reden zu bringen, warum er Thilo Sarrazin in seine Männergruppe eingeladen hat und wieso er die Arbeit einfach nicht ruhen lassen kann - darüber unterhält sich Britta Bürger mit Kazım Erdoğan.

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Frank Meyer

    "Selbstverfickung" - Roman eines Abgefilmten
    Gespräch mit Oksar Roehler, Regisseur und Autor

    Lesomat. Wir wählen Bücher! Simon Strauss stimmt für Cicero
    Von Elke Schlinsog

    Buchkritik: "Das Singen der Sirenen" von Michael Wildenhain
    Rezensiert von Wolfgang Schneider

    Straßenkritik: "Ein Vertrag mit Gott" von Will Eisner
    Von Norbert Zeeb

    Ihr Buchhändler empfiehlt: Bukafski Buchhandlung und Café aus Mainz
    Gespräch mit Matthias Dölger

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Vincent Neumann

    Voices and Noises
    Heute beginnt das 5. Windros Folk Festival in Schwerin-Mueß
    Gespräch mit Ralf Gehler

    Das muss man gehört haben oder auch nicht
    Von Kerstin Poppendieck

    11:35 Uhr
    Tonart

    China im europäischen Originalklang - Knechtsteden-Festival 2017
    Gespräch mit Hermann Max, Festival-Intendant Knechtsteden und Cord Eberspächer, Leiter des Konfuzius-Instituts Düsseldorf

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Julia Friedrichs, Autorin
    Moderation: Anke Schaefer

    12:50 Uhr
    Mahlzeit

    Verbrauchertäuschung. Glückliche Hühner und Schweine
    Von Udo Pollmer

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: André Hatting

    Kampf ums Direktmandat: Altmaier gegen Mass
    Von Tonia Koch

    Jagd nach Crystal Meth: Der Zoll in Sachsen und die Droge
    Von Bastian Brandau

    Crystal Meth für ein Taschengeld - Drogenprävention in einer Sebnitzer Schule
    Von Iris Milde

    "Mama, denk an mich" - Uniklinikum Dresden hilft abhängigen Müttern
    Von Bastian Brandau und Iris Milde

    Crystal Meth ist eine hochgefährliche Droge, die oftmals in Tschechien hergestellt wird und von dort ihren Weg nach Deutschland findet. Sachsen ist aufgrund der Grenznähe ein Schwerpunkt des Drogenschmuggels und -verkaufs. Dresden und Leipzig gelten als deutsche Crystal-Hauptstädte.

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kompressor

    Das Kulturmagazin
    Moderation: Gesa Ufer

    Lifestyle-Organ der Neuen Rechten:
    Heute kommt Cato auf den Zeitschriftenmarkt
    Gespräch mit David Begrich, Miteinander e.V. - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit

    Schonungslos auf Randgebiete blicken
    Die Fotografie des Tobias Zielony


    Bach, Beats und Banales
    "Piano Circle Songs" von Francesco Tristano
    Von Martin Risel

    Genialer Schachzug oder Werbegag?
    Marvel Legacy kommt
    Von Markus Dichmann

  • 15:00 Uhr

    Kakadu

    15:05 Uhr
    Kakadu

    Moderation: Fabian Schmitz

    Voll peinlich!
    Vom Schamgefühl, plötzlichen Erröten und anderen Blamagen
    Von Silke Wolfrum

    Allen Menschen ist mal etwas peinlich - fast allen. Babys können noch so durch die Gegend pupsen, sabbern oder rülpsen, Schamgefühl kommt bei ihnen keines auf. Warum ist das so? Welche Rolle spielen die anderen bei peinlichen Gefühlen? Was passiert in unserem Körper, wenn uns etwas peinlich ist? Was bringt das eigentlich, wenn wir erröten? Und ab wann werden uns unsere Eltern aber so was von peinlich?
    Antworten auf diese Fragen geben große und kleine Experten und natürlich erzählt jeder von ihnen mindestens ein eigenes hochpeinliches Erlebnis.

  • 15:30 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Carsten Rochow

    Das muss man gehört haben oder auch nicht
    Von Kerstin Poppendieck

    Heute Abend: Preis für Popkultur
    Gespräch mit Jens Balzer

    The National neues Album Sleep Well Beast + IV
    Von Marcel Anders

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Wortwechsel

    Droht ein Atomkrieg mit Nord-Korea?
    Über diese und andere Fragen diskutieren:
    Prof. Sung-Hyong Cho, Dokumentarfilmerin und Professorin an der Hochschule der Bildenden Künste Saar
    Prof. Dr. Eun-Jeung Lee, Institutsleiterin für Koreastudien an der FU Berlin
    Dr. Hans-Joachim Schmidt, Hessisches Institut für Friedens- und Konfliktforschung
    Prof. Dr. Hanns Walter Maull, Stiftung Wissenschaft und Politik, Mercator Institut für China-Studien
    Moderation: Gerhard Schröder

    Kim Jong-un hält die Welt in Atem. Erst vor wenigen Tagen hat der Machthaber eine Wasserstoffbombe gezündet. International hagelt es Proteste, Angst geht um. UN-Generalsekretär António Guterres zieht bereits Vergleiche mit dem Jahr 1914. "Wenn man sich die Geschichte des Ersten Weltkriegs anschaut, es passierte Schritt für Schritt. Die eine Partei tat dieses, die nächste reagierte mit jenem. Und plötzlich stellten alle fest: Wir sind im Krieg.“ Und genau das wolle Nordkorea - meint zumindest die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley: "Nordkorea bettelt um Krieg.“ Die Geduld der USA sei nicht grenzenlos. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel hingegen ist ein Krieg keine Option: "Wir brauchen die Vereinigten Staaten von Amerika als Friedensmacht. Und wir müssen alles daran setzen, sie auf den Kurs zu bringen, den ich für einen Kurs der Vernunft halte. Und der heißt diplomatische Lösung.“ Auch Russlands Präsident Putin glaubt an eine politische Lösung der Krise, härtere Sanktionen - wie von den USA gewünscht - lehnt er ab. Wie umgehen mit Nordkorea? Was steckt hinter Kim Jong-uns Konfrontationskurs? Müssen wir wirklich Angst vor einem Atomkrieg mit Nord-Korea haben?

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Die Leute arbeiten mit Herz"
    100 Jahre jüdischer Wohlfahrtspflege in Deutschland
    Von Thomas Klatt

    Künftige Cyberhelden
    Wie israelische Teenager programmieren lernen und auf die Hightech-Welt vorbereitet werden

    Zum Schabbat:
    Auf vielfachen Hörerwunsch: Oberkantor Estrongo Nachama mit dem Rias-Kammerchor

    Moderation: Mirjam Reusch-Helfrich

  • 19:30 Uhr

    Zeitfragen

    Töchter und Söhne der DDR
    Vätergeschichten aus Ostdeutschland
    Von Sabine Voss

    Autorinnen und Autoren beschreiben ihre Väter in der DDR als Mitmacher oder Verfolgte.

    Die DDR litt an allmählichem Schwund, bevor sie kollabierte. Die antifaschistische Utopie der Anfangszeit verblasste von Generation zu Generation stärker. Die Überzeugten wurden abgelöst von den Distanzierten, und die letzte noch in der DDR geborene Generation wuchs schon hinein in Umbruch und Neufindung. In autobiografisch gefärbten Geschichten blicken „Hineingeborene“ auf das DDR-System mit all seinen politischen, sozialen und kulturellen Implikationen. Die Söhne und Töchter erinnern den Arbeiter- und Bauernstaat als Trauma, als Gewaltsystem. Oder sie erkunden eine Terra incognita. Die Väter sind in den Geschichten Mitmacher und Handlanger oder Verfolgte. So geraten die Erzählungen über eine untergegangene Welt von Christoph Hein, Kurt Drawert und Paula Fürstenberg zur Abrechnung, zur nüchternen Bilanz oder zur Suche nach den eigenen Wurzeln.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Achava Festspiele Thüringen
    Live aus dem Dom St. Marien Erfurt

    Giuseppe Verdi
    Messa da Requiem

    Catherine Foster, Sopran
    Nadine Weissmann, Alt
    Jaesig Lee, Tenor
    Wilhelm Schwinghammer, Bass
    MDR Rundfunkchor
    Staatskapelle Weimar
    Leitung: Kirill Karabits

    Ein Konzert zur Erinnerung an eine Aufführung von Verdis "Requiem" im KZ Theresienstadt, die keiner der Choristen überlebte.

    Im Konzentrationslager Theresienstadt kam Verdis ‚Requiem‘ - die katholische Totenmesse - im jüdischen Getto zur Aufführung. Beim Singen und Spielen der Messe von Tod und Erlösung reichten sich Christen und Juden die Hand. Nach der Premiere wurden alle 120 Choristen ins Gas abtransportiert. Dieser Abend ist den ermordeten Musikerinnen und Musikern des Konzentrationslagers Theresienstadt gewidmet.

  • 22:00 Uhr

    Einstand

    Die Kraft der Musik
    Flüchtlingskinder lernen an der Staatlichen Jugendmusikschule in Hamburg
    Von Ulrike Henningsen

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Kirsten Lermke

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Streitkultur: deutsch-israelisches Symposion zu Ehren von Marcel Reich-Ranicki
    Von Christian Gampert

    Kulturpresseschau
    Von Arno Orzessek