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Tonart | Beitrag vom 04.01.2017

Pop und JazzZwei Seiten derselben Medaille

Jessica Gall im Gespräch mit Haino Rindler

Die Sängerin Jessica Gall  (Deutschlandradio Kultur / Leila Knüppel)
Die Sängerin Jessica Gall bringt diese Woche in neues Album "Picture Perfect" heraus (Deutschlandradio Kultur / Leila Knüppel)

In der Verbindung von Jazz und Pop hat die Berliner Sängerin Jessica Gall ihren Sound gefunden. Jetzt erscheint ihr neues Album "Picture Perfect", dessen Songs eher dazu ermutigen, weniger perfekt daher zu kommen.

"Ich verbinde meine beiden Leidenschaften", sagt die Berliner Sängerin Jessica Gall im Deutschlandradio Kultur. "Ich bin mit  Popmusik und mit Soulmusik groß geworden, habe aber Jazzmusik studiert." Die Grenze zwischen beiden Stilen seien ohnehin schon länger verschwommen. Sie habe immer das gemacht, was sie am besten berühre. "Unter dem Strich will ich eigentlich nur Geschichten erzählen und am Ende des Tages bin ich selber immer überrascht, was dabei rausgekommen ist." Mal werde es eher ein poppigerer oder experimenteller Song oder das Lied habe eine einfachere Struktur. Es gebe für sie als Sängerin dabei keine Trennungslinie, die sie überschreite, sondern es seien "zwei Seiten der selben Medaille".

Lieber entspannen als perfekt sein zu wollen

Der Titel ihres neuen Albums "Picture Perfect" stehe für ein Wortspiel. Gall sagte, sie neige, wie vermutlich viele Menschen, dazu, das eigene Leben immer perfekt gestalten zu wollen. "Oftmals kann ich nicht schlafen, weil ich dann unzufrieden bin, weil ich gewisse Dinge nicht geschafft habe am Tag." So habe sie beispielsweise am Abend vor Heiligabend bis zum frühen Morgen um 5.30 Uhr geputzt. Ihr Mann habe sie für verrückt erklärt und zu ihr gesagt: "Denk an Dein Album, denk daran, was Du damit sagen wolltest." Eigentlich sollte man besser mehr entspannen, darum sei es ihr gegangen.

Am Freitag gibt es ein Release-Konzert für das neue Album "Picture Perfect" in Berlin und es folgt eine Tour in einige deutsche Städte.   

       

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