Politische Machtspiele

    Welche Ziele verfolgt Markus Söder?

    07:52 Minuten
    Markus Söder, CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident von Bayern.
    Markus Söder würde sofort nach Berlin gehen, wenn sich ihm eine Chance böte, sagt Musiker Hans Well. © picture alliance / dpa / Michael Kappeler
    Hans Well im Gespräch mit Julius Stucke · 30.09.2021
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    Aus Markus Söder werden viele nicht schlau. Erst betonte er die Einigkeit mit Kanzlerkandidat Armin Laschet, nur um im nächsten Moment wieder gegen ihn zu sticheln. Was der CSU-Mann eigentlich will, versucht der bayrische Musiker Hans Well zu erklären.
    "Markus Söder geht es immer um den Besten, der an erster, zweiter, dritter Stelle steht und der heißt Markus Söder, das ist klar", sagt Hans Well. Er ist bayrischer Musiker, lange bekannt gewesen mit den Biermösl Blosn.
    Er sei sich sicher, dass Söder eher von einem G-20-Gipfel in Washington träume als von Auftritten in bayrischen Bierzelten. Dennoch sei es so, dass Söder wie viele Ministerpräsidenten vor ihm wisse, "dass wenn in Berlin eine 'feindliche' Regierung an der Macht ist, dann ist das immer gut für Bayern. Die nächste Landtagswahl ist gesichert, wenn es eine Rot-Grün-Gelbe Regierung gibt", so Well.
    Für Bayern habe Söder allerdings ein "grottenschlechtes" Ergebnis erzielt. Für bayrische Verhältnisse seien 31 Prozent sehr schlecht. Söder wisse, dass die nächste Landtagswahl eine "Schicksalswahl" werde.

    Der Traum von mehr

    Allerdings dürfe Söder in Bayern nicht so betonen, dass er mehr anstrebe. Er habe immer betont, dass der bayrische Ministerpräsident das schönste Amt sei. "Aber er schätzt sich wesentlich besser ein als Laschet, wesentlich qualifizierter und - ich glaube schon -, dass er jederzeit bereit wäre, dieses schönste Amt der Welt aufzugeben und nach Berlin zu gehen, wenn es eine Chance gäbe", sagt Well.
    "Es ist schon so, dass der Markus Söder eigentlich überhaupt keine Haltung hat", so Well. Allerdings verkaufe er sich gut: "Er ist einfach ein guter Verkäufer seiner selbst und der Politik."
    (nho)
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