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Länderreport | Beitrag vom 29.05.2020

Pfingsten an der OstseeTagestouristen werden auf Abstand gehalten

Silke Hasselmann im Gespräch mit André Hatting

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Am Ostseestrand von Sellin auf Rügen haben sich Badegäste in den Strandkörben niedergelassen. Tagestouristen dürfen allerdings weiter nicht nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. (picture alliance / dpa / Stefan Sauer)
Am Ostseestrand von Sellin auf Rügen haben sich Badegäste in den Strandkörben niedergelassen. Tagestouristen dürfen allerdings weiter nicht nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. (picture alliance / dpa / Stefan Sauer)

Ein spontaner Trip an die Ostsee - das geht noch nicht so einfach. Touristen, die zu Pfingsten nach Mecklenburg-Vorpommern wollen, müssen unbedingt beachten: Die Einreise ist nur mit Vorabbuchung einer Unterkunft möglich.

Touristen, die ihren Wohnsitz nicht in Mecklenburg-Vorpommern haben, sollten ihre Hotelbuchung, die Zimmerreservierung oder die Campingplatzkarte für Kontrollen griffbereit haben. "Man muss nachweisen, dass man, wenn man aus einem anderen Bundesland stammt, hier über die nächsten Tage eine feste Bleibe hat", sagt Silke Hasselmann, unsere Landeskorrespondentin in Schwerin.

Eine feste Bleibe sei indes "nicht bei Freunden oder Familie, sondern in einem Hotel. Denn Tagestouristen möchte Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor nicht haben." Man wolle dafür sorgen, die Touristenströme so langsam wieder ins Land zu lassen, aber möglichst überschaubar zu halten. Es gebe daher auch sehr viel Bürokratie, zum Beispiel Datenabgleich beim Einchecken und in den Gaststätten.

Hoteliers können Gäste nach Hause schicken

Wichtig zu wissen: Wer in einem Landkreis oder einer Stadt wohnt, die vom Robert Koch-Institut aktuell als Risikogebiet eingestuft werden, kann sich die Anreise sparen. "Die Hoteliers sind angehalten, das zu überprüfen und Gäste gegebenenfalls nach Hause zu schicken. Einreise laut Corona-Verordnung M-V verboten", warnt die Korrespondentin.

Die Polizei werde an den Autobahnen und Landstraßen nicht mehr flächendeckend kontrollieren, sondern nur stichprobenartig. "Allerdings sind die Ordnungsämter und Kurverwaltungen der Kommunen angehalten, die Aufenthaltsberechtigungen der Touristen zu überprüfen", sag Hasselmann.

Nur mit Schutz vor Mund und Nase

Wer es auch angesichts dieser Vorgaben nach Mecklenburg-Vorpommern schaffe, werde spüren, dass Abstandsregeln einzuhalten sind. Außerdem müsste das Personal in Gaststätten und Unterkünften ständig einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Etwa zweieinhalb Monate durften keine auswärtigen Touristen nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen; seit Montag vor Pfingsten ist es wieder erlaubt, aber unter strengen Regeln.

(cre)

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