Seit 01:05 Uhr Tonart

Montag, 17.02.2020
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Wortwechsel | Beitrag vom 17.01.2020

OrganspendeLeben um jeden Preis?

Moderation: Monika van Bebber

Beitrag hören Podcast abonnieren
Ein Mitarbeiter der Medizinischen Hochschule Hannover trägt eine Organtransportkiste durch eine Tür. (imago images / localpic)
Im "Wortwechsel" diskutieren wir zum Thema Organspende, um welchen Preis Leben erhalten werden kann, soll oder muss. (imago images / localpic)

Der Bundestag hat über die Reform der Organspende in Deutschland abgestimmt, die gesellschaftliche Debatte aber geht weiter. Denn 84 Prozent der Deutschen stehen einer Organspende zwar grundsätzlich positiv gegenüber, aber nur 36 Prozent haben einen Organspendeausweis.

Zurzeit warten rund 9.400 Patienten in Deutschland auf ein Spenderorgan, das ihnen eine Perspektive auf eine Verlängerung ihres Lebens eröffnen würde. Während Transplantationsmediziner dies als Missstand kritisieren, gibt es Wissenschaftler und Vertreter der Kirchen, die die Transplantationsmedizin insgesamt infrage stellen.

In der Verheißung auf eine Verlängerung des Lebens trotz schwerer Krankheit sieht etwa die Medizinhistorikerin Prof. Anna Bergmann den Ausdruck eines "Unsterblichkeits-Phantasmas". Sie ist nur eine von vielen Wissenschaftlern, die in der Debatte um die Organspende ein neues Nachdenken über das Sterben und den Tod einfordern. Im "Wortwechsel" fragen wir, um welchen Preis Leben erhalten werden kann, soll oder muss. 

Es diskutieren: 
Prof. Anna Bergmann, Medizin- und Kulturhistorikerin an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder
Prof. Dr. Johann Pratschke, Leiter der Klinik für Transplantationschirurgie an der Charité in Berlin
Dr. Christoph Specht, Arzt und Medizinjournalist

Wortwechsel

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur