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Lakonisch Elegant | Beitrag vom 11.03.2021

Oprah, Meghan & HarryDie neuen Royals oder: das Ende der Monarchie?

Von Emily Thomey und Johannes Nichelmann

Meghan Markle und Harry Windsor im Gespräch mit Oprah Winfrey. (picture alliance / Photoshot / Avalon / Alex Todd)
Im Gespräch mit Oprah Winfrey reden Meghan Markle und Harry Windsor offen über Rassismus und Mobbing im Königshaus. (picture alliance / Photoshot / Avalon / Alex Todd)

Prinz Harry und Herzogin Meghan beklagen Rassismus und Mobbing im britischen Königshaus. Was bedeutet die Offenheit der jungen Royals für die Monarchie? Wir sprechen darüber mit der Moderatorin Hadnet Tesfai und dem Journalisten Robert Rotifer.

Ein Gedankenspiel zu Beginn: In ein paar Jahren werden Studierende in ihren Geschichtsprüfungen womöglich Fragen zu den Vorgängen dieser Tage beantworten müssen. Denn nachdem Prinz Harry und seine Frau Herzogin Meghan in dieser Woche in einem Fernsehinterview mit der US-Talkerin Oprah Winfrey offen darüber gesprochen haben, warum sie aus dem royalen Business ausgestiegen sind, scheint es um nichts weniger zu gehen als um die Existenz der britischen Monarchie.

Ist die Welt bereit für die neuen Royals?

Harry und Meghan sprechen in ihrem Exil in Los Angeles über Fragen, die auch aktuelle identitätspolitische Diskurse anderswo bestimmen: Es geht um Rassismus und damit auch um den afroamerikanischen Background von Meghan. Angeblich zeigte sich der Palast besorgt über die Hautfarbe des ersten Kindes der beiden.

Genauso geht es aber auch um die rassistischen Angriffe des britischen Boulevards und die von Meghan beschriebene Tatenlosigkeit des Palasts, als sie nicht mehr weiterwusste, bis sich schließlich Suizidgedanken bei ihr einstellten.

Kampf gegen die Yellow Press

Die deutliche Kritik an einer Institution passt in die Zeit: Wenn schon auch in anderen Kontexten althergebrachte Strukturen infrage gestellt werden, warum auch nicht im Königshaus? Das royale Paar nutzt dafür die eigenen Kommunikationskanäle, anstatt sich auf die Presse zu verlassen, die in Großbritannien nun nicht gerade zimperlich mit ihnen umgeht.

Erleben wir also eine neue Generation der Royals, die den altmodischen Apparat des Buckingham Palace überholt? Welche Funktion erfüllen die neuen Prinzen und Prinzessinnen im 21. Jahrhundert?

Oder bleibt alles, wie es ist?

In der Vergangenheit allerdings hat die amtierende Königsfamilie kein noch so dramatischer Konflikt aus den Angeln gehoben. Mit dem in London lebenden österreichischen Musiker und Journalisten Robert Rotifer – dem Kulturpodcast-eigenen Königshauskorrespondenten – versuchen wir einzuschätzen, ob durch die Vorwürfe und Aussagen von Harry und Meghan wirklich eine Gefahr für den Bestand der Monarchie im britischen Commonwealth besteht.

Hadnet Tesfai, Moderatorin vom "Tratsch & Tacheles"-Podcast, denkt mit uns darüber nach, was eine neue Generation von Royals wird leisten müssen, um einer modernen Gesellschaft gerecht werden zu können.

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