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Tonart | Beitrag vom 28.01.2016

Neues Album von Klaus FalschlungerEin Tiroler und seine Liebe zur Sitar

Von Carsten Beyer

Die indische Sitar (picture alliance / dpa / Jagadeesh Nv)
Die indische Sitar (picture alliance / dpa / Jagadeesh Nv)

In den 60ern entdeckten Bands wie die Beatles oder die Stones die Sitar für sich. Inzwischen gibt es das indische Instrument auch im Jazz und der elektronischen Musik. Der Österreicher Klaus Falschlunger gilt als Virtuose - und hat nun sein neues Album "Sitar Diaries" veröffentlicht.

Die Sitar hat schon viele Musiker fasziniert - nicht nur aufgrund ihres exotischen Aussehens, sondern auch wegen der entrückten Klänge, die man diesem Instrument entlocken kann. Verwendet wird die Sitar vor allem in der Musik Nordindiens, aber auch westliche Musiker haben an ihr Gefallen gefunden: In den 60er-Jahren waren es vor allem Bands wie die Beatles oder die Stones, die die Sitar für sich entdeckt haben, mittlerweile gibt es sie aber auch in der elektronischen Musik und im Jazz.

Einer der bekanntesten europäischen Sitar-Virtuosen, der Österreicher Klaus Falschlunger, hat vor kurzem ein neues Album mit dem Titel "Sitar Diaries" veröffentlicht. Es ist eine Hommage an sein Instrument. Klaus Falschlunger kommt ursprünglich aus dem Jazz, hat früher Gitarre und Bass gespielt , und irgendwann – vor über 20 Jahre – ist er auf einer Indien-Reise mit der Sitar in Berührung gekommen. Der Musiker ging für drei Jahre nach Indien, um dort bei einem Sitar-Meister in die Lehre zu gehen: Heute spielt er seine ganze eigene Musik – irgendwo zwischen Jazz, instrumentalem Pop und klassischen indischen Ragas.

"2016 geht’s voraussichtlich auch mal nach Mexiko , vielleicht auch nach Brasilien und – hoffentlich – auch bald einmal nach Indien. Das wär mein großer Wunsch, auch dort einmal zu spielen. Ich bin jetzt schon neugierig auf die Reaktionen vom indischen Publikum, ob sie mich mit Tomaten beschmeißen oder ob das überhaupt Anklang findet."

Eine faszinierende Musik, die sich nicht in ein beliebiges Pop - oder Rockschema pressen lässt und die viel Raum für Klangexperimente bietet.

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