Seit 20:03 Uhr Konzert

Donnerstag, 17.01.2019
 
Seit 20:03 Uhr Konzert

Fazit | Beitrag vom 06.11.2018

Neue Präsidentin der Klassik Stiftung WeimarLust auf Bewegung

Ulrike Lorenz im Gespräch mit Marietta Schwarz

Beitrag hören Podcast abonnieren
Die neue Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar steht zwischen zwei männlichen Büsten. (picture alliance/Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa)
Ulrike Lorenz, derzeit Mannheimer Kunsthallen-Chefin, wird ab August 2019 die Klassik Stiftung Weimar leiten. (picture alliance/Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa)

Im August 2019 wird sie als erste Frau an die Spitze der Klassik Stiftung Weimar wechseln: Ulrike Lorenz. Sie will die Stiftung einheitlicher erscheinen lassen und "alle kulturellen Ressourcen bündeln, um bereit zu sein für die Kämpfe der Gegenwart".

Mit 20 Museen, Schlössern und Parks sowie sieben UNESCO-Weltkulturerbestätten und 700.000 Besuchern im Jahr gilt die Klassik Stiftung Weimar als zweitgrößte Kultureinrichtung Deutschlands. Und das in einer Stadt, die gerade einmal 63.000 Einwohner zählt. 

Bereit machen für die Kämpfe der Gegenwart

Ulrike Lorenz, vielen bekannt als Direktorin der Kunsthalle in Mannheim, wird im August 2019 Präsidentin der Klassik-Stiftung Weimar. Im Deutschlandfunk Kultur erklärt sie, sie wolle die Stiftung "moderner, offener, kommunikativer, digitaler, aber vor allen Dingen einheitlicher" erscheinen lassen und eine "durchsetzungsfähige Identität für die über 20 sehr verschiedenen Klassikeinrichtungen" entwickeln.

"Es wäre völlig fatal, zu meinen, dass wir uns hier im Modus der Rekonstruktion, der Erinnerung, des Memorialen erschöpfen würden", erklärt Lorenz. Stattdessen gehe es darum, "alle kulturellen Ressourcen zu bündeln, um bereit zu sein für die Kämpfe der Gegenwart".

Eine starke deutsche Identität mit Brüchen und Brechungen

Wenn es um eine starke deutsche Identität gehe - und "um die geht es ja schnell, wenn wir von klassischen Zeiten reden" -, dann könne man auch Brüche und Brechungen vertragen. Weimar stehe dafür fast symbolhaft: Mit der Klassischen Moderne, die mit der Vergangenheit brach, aber auch mit dem Nationalsozialismus und der DDR-Geschichte. "Und eine Kultureinrichtung von dieser Spannbreite hat diese Erzählungen ja in petto, die müssen wir aktivieren", so Lorenz weiter.

Mehr zum Thema

Klassik Stiftung Weimar - Eine Frau an der Spitze
(Deutschlandfunk Kultur, Studio 9, 06.11.2018)

Klassik Stiftung Weimar - "Bereits 2016 strukturell unterfinanziert"
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 13.07.2015)

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsSex als sprachliche Herausforderung
Eine Frau liegt mit offenen Augen im Bett. Ihr Mann daneben schläft tief. (imago/Ikon Images, Colin Elgie )

"Sex haben" - seit wann nutzen wir eigentlich diese Formulierung? Dieser Frage geht die "Süddeutsche Zeitung" nach. Die "Zeit" wiederum beklagt die "altherrengeile Reduktion der Frau auf ihre drei Öffnungen" in Michel Houellebecqs Roman "Serotonin". Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

Folge 10Wachgerüttelt, durchgeschüttelt
Eine Frau hat sich einen #MeToo-Schriftzug auf den Unterarm geschrieben. (imago stock&people)

Was bleibt im Rückblick auf die Debatten dieses Theaterjahres? #MeToo, ganz klar. Über Gleichstellung sprechen Susanne Burkhardt und Elena Philipp mit France-Elena Damian vom Verein Pro Quote Bühne und diskutieren darüber, ob Theatermacher mit rechten Ideologen reden sollten.Mehr

Folge 9Überwältigende Übergänge
Die Schauspielerin Sesede Terziyan (als Elisabeth) steht am 10.01.2018 in Berlin bei der Fotoprobe zu dem Stück "Glaube Liebe Hoffnung" im Maxim Gorki Theater auf der Bühne. (picture alliance / Britta Pedersen / dpa)

Ist das "Postmigrantische Theater" ein Erfolg? Wie erlebten jüdische Bühnenkünstler Deutschland eigentlich nach ihrer Rückkehr aus dem Exil? Im Theaterpodcast #9 schauen wir auf einschneidende Übergänge und erinnern an den verstorbenen Theaterkritiker Dirk Pilz.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur