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Fazit | Beitrag vom 06.11.2018

Neue Präsidentin der Klassik Stiftung WeimarLust auf Bewegung

Ulrike Lorenz im Gespräch mit Marietta Schwarz

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Die neue Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar steht zwischen zwei männlichen Büsten. (picture alliance/Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa)
Ulrike Lorenz, derzeit Mannheimer Kunsthallen-Chefin, wird ab August 2019 die Klassik Stiftung Weimar leiten. (picture alliance/Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa)

Im August 2019 wird sie als erste Frau an die Spitze der Klassik Stiftung Weimar wechseln: Ulrike Lorenz. Sie will die Stiftung einheitlicher erscheinen lassen und "alle kulturellen Ressourcen bündeln, um bereit zu sein für die Kämpfe der Gegenwart".

Mit 20 Museen, Schlössern und Parks sowie sieben UNESCO-Weltkulturerbestätten und 700.000 Besuchern im Jahr gilt die Klassik Stiftung Weimar als zweitgrößte Kultureinrichtung Deutschlands. Und das in einer Stadt, die gerade einmal 63.000 Einwohner zählt. 

Bereit machen für die Kämpfe der Gegenwart

Ulrike Lorenz, vielen bekannt als Direktorin der Kunsthalle in Mannheim, wird im August 2019 Präsidentin der Klassik-Stiftung Weimar. Im Deutschlandfunk Kultur erklärt sie, sie wolle die Stiftung "moderner, offener, kommunikativer, digitaler, aber vor allen Dingen einheitlicher" erscheinen lassen und eine "durchsetzungsfähige Identität für die über 20 sehr verschiedenen Klassikeinrichtungen" entwickeln.

"Es wäre völlig fatal, zu meinen, dass wir uns hier im Modus der Rekonstruktion, der Erinnerung, des Memorialen erschöpfen würden", erklärt Lorenz. Stattdessen gehe es darum, "alle kulturellen Ressourcen zu bündeln, um bereit zu sein für die Kämpfe der Gegenwart".

Eine starke deutsche Identität mit Brüchen und Brechungen

Wenn es um eine starke deutsche Identität gehe - und "um die geht es ja schnell, wenn wir von klassischen Zeiten reden" -, dann könne man auch Brüche und Brechungen vertragen. Weimar stehe dafür fast symbolhaft: Mit der Klassischen Moderne, die mit der Vergangenheit brach, aber auch mit dem Nationalsozialismus und der DDR-Geschichte. "Und eine Kultureinrichtung von dieser Spannbreite hat diese Erzählungen ja in petto, die müssen wir aktivieren", so Lorenz weiter.

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