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Lesart / Archiv | Beitrag vom 23.03.2018

MedienkritikWie permanente Erregung die Demokratie gefährdet

Moderation: Christian Rabhansl

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Ein schreiender Junge mit Megafon und Hörschutz (imago / Westend61)
Wir befinden uns in der "medialen Pubertät", meint der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen (imago / Westend61)

Nachrichten und Informationen sind immer zugänglich im Netz, rund um die Uhr aktualisiert. Wir können jederzeit darauf zugreifen und jederzeit darauf reagieren - und uns darüber echauffieren. Was macht das mit unserer Gesellschaft?

Informationsflut und permanente Erregung bestimmen die Öffentlichkeit. Das hat Folgen für uns ganz persönlich, für den Journalismus und für die Demokratie. Was genau passiert da? Und können wir irgendwie gegensteuern?

Wir brauchen Medienkompetenz und mehr Informationen, auch über die Firmen die unsere Daten sammeln, verwerten und nutzen. Recherche und Fakten werden noch wichtiger in einer Welt, in der Gerüchte - auch ganz bewusst - gestreut werden. Wem glauben wir noch? Welcher Quelle kann ich vertrauen? Was passiert mit meinen Daten?

Noch einiges zu lernen

Wir müssen im Umgang mit den neuen Medien noch einiges lernen, wir befinden uns in der "medialen Pubertät" , sagt Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft. Er diskutiert mit Michael Steinbrecher, Professor für Fernseh- und Crossmedialen Journalismus, und dem Journalisten Andreas Tyrock, wie die verfügbaren Informationen und unser Umgang mit ihnen unsere Gesellschaft beeinflussen - und ob sie gar unsere Demokratie gefährden.  

Sechs Mal im Jahr findet die "Lesart" vor Publikum statt. Zwei Sachbuch-Autoren stellen ihre neuen Bücher vor und diskutieren über aktuelle Themen. Die Sendung vom 24. März wurde am 20. März im Cafe International im Grillo Theater in Essen aufgezeichnet. 

Auf dem Podium: 

Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen

Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung
Hanser, Februar 2018

Michael Steinbrecher, Professor für Fernseh- und Crossmedialen Journalismus am Institut für Journalistik an der TU Dortmund

Wenn Maschinen Meinung machen. Journalismuskrise, Social Bots und der Angriff auf die Demokratie
Westend, März 2018

Andreas Tyrock: Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung

Moderation: Christian Rabhansl

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